Die Fitbit Charge 2 - ein nützlicher Helfer für den Alltag zur sportlichen Bewegung

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Die Fitbit Charge 2 - ein nützlicher Helfer für den Alltag zur sportlichen Bewegung

      Ich war sehr lange abgeneigt gegenüber den modernen Smartwatches, welche von unterschiedlichsten großen Herstellern mittlerweile vertrieben werden. Sie hatten bisher nie die grundlegenden von mir gewünschten Funktionen. Ich wollte bisher nie eine Uhr, die praktisch mein Smartphone ersetzt. Am Handgelenk benötige ich nicht unbedingt ein vollwertiges Mobiltelefon.
      Dagegen fand ich die activity tracker schon interessanter. Um sportliches Ereignisse aufzuzeichnen, seinen Puls im Auge zu haben oder einfach nur die alltägliche Bewegung mitschneiden. Und das Ganze mit einer längeren Akkulaufzeit als einen Tag.

      Überzeugt hat mich an dieser Stelle laut Beschreibung die Fitbit Charge 2. Also bestellte ich ein Gerät über den online Versender Sport Tiedje. Dieser hatte zwar keine auf Lager, aber sollte welche am folgenden Tag bekommen. Durch einen Newsletter Gutschein konnte ich sogar noch 10€ sparen und kam auf etwa 150€. Leider bekam ich die darauffolgenden Tage nur enttäuschende Mails, dass sich die Lieferung um 1-2 Wochen verspätet. Also rief ich an und stornierte die Bestellung. Das Geld kam auch prompt wieder auf mein Paypal Konto zurück.
      Daraufhin bestellte ich bei Amazon und nutzte die 30 Tage kostenlose Prime Mitgliedschaft. Die Uhr kam gleich am nächsten Tag mit DPD an. Bei Amazon zahlte ich etwa 160€ für die Uhr.

      Ich habe die Fitbit Charge 2 nun seit über einer Woche in Nutzung und bin recht positiv überrascht, was mein Tag so mit sich bringt. Die Uhr zeichnet dauerhaft Schritte, Strecke, Etagen, Kalorien, Puls und den Schlaf auf. Man kann den Tracker also rund um die Uhr tragen und aufzeichnen lassen. Der Akku soll angeblich 4-5 Tage halten. Bei normaler Nutzung komme ich jedoch eher auf 3-4 Tage. Immer noch wesentlich besser, als die ganzen bunten Smartwatches.

      Als Standardziele sind folgende definiert:
      • 10.000 Schritte am Tag zurücklegen
      • zwischen 9-17 Uhr jeweils 250 Schritte pro Stunde (mit Erinnerung 10 min vor Stundenende)
      • 10 Etagen pro Tag erklimmen
      • 8,05km pro Tag zurücklegen
      • 3.121 kcal pro Tag verbrennen
      • 30 aktive Minuten pro Tag
      Viele Ziele, aber alle machbar, wenn man sich ein wenig bemüht. Ich habe einen Bürojob in der IT, bei welchem ich mich nicht zwangsläufig sehr viel bewegen muss. Jedoch bewege ich mich außerhalb der Geschäftszeiten relativ viel sportlich (denke ich zumindest). In den 9h auf Arbeit bin ich allerdings sehr zufrieden mit den Bewegungserinnerungen. In meiner Mittagspause und nach Feierabend mache ich neuerdings noch einen kleinen Spaziergang, um auf meine 10.000 Schritte am Tag zu kommen. Ich denke sogar, dass es funktioniert. Man fühlt sich schon ein wenig besser, wenn man diese Schritte am Tag zurücklegt und sich auch zwischendurch ein wenig mehr bewegt und lockert.

      Neben dem Aktivitätstracking wird auch der Puls aufgezeichnet. Die Genauigkeit ist ziemlich gut. Ich habe ein paar Mal mit meinem Oberarm-Blutdruckgerät gemessen und den Puls mit der Uhr verglichen. Die Abweichungen waren sehr minimal.
      Seinen Ruhepuls sollte man im Normalfall zwischen 60 und 80 finden. Mit dem Tracker kann man das Ganze mal nachvollziehen und gegebenenfalls beeinflussen. Durch die Schlafaufzeichnung kann man auch nachts seinen Puls sehr gut nachvollziehen. Der Tracker erkennt automatisch ob man schläft, oder wach ist. Das funktioniert ebenfalls sehr gut. Durch Bewegungen kann die Charge 2 erkennen, ob man einen ruhigen oder unruhigen Schlaf hat.

      Zum Puls beeinflussen ist das Relax feature sehr gut. Das möchte ich inzwischen auch nicht mehr missen. Wenn es im Alltag mal etwas stressiger und hektischer zugeht, kann man sich 2 oder 5 Minuten Zeit nehmen, um mal ordentlich durchzuatmen. Bei der Funktion kalibriert man etwa 30-40 Sekunden seine Atmung (langsam, gleichmäßig und tief ein- und ausatmen in den Bauch). Danach beginnen 2 oder 5 Minuten geführte Atmung. Geht der Kreis auf, atmet man ein, geht er wieder zu, atmet man aus. Das hilft zu kurzen Entspannung. Das feature habe ich im Video einmal vorgeführt.

      Der Tracker überträgt seine Daten auf das Smartphone, Tablett, Mac oder PC. Solange man nicht synchronisiert, behält die Uhr die Daten für sich. Auch dies hat aber eine zeitliche Grenze. Am besten man synchronisiert mindestens einmal täglich. Der Datenabgleich zwischen der Uhr und meinem iPhone funktioniert aber ohne manuellen Aufwand hervorragend automatisch.

      Leider werden die Daten zu Fitbit in die USA hochgeladen. Dies muss man explizit bei der Einrichtung bestätigen. Ein Punkt, welcher nicht jedem schmeckt, sich aber nicht vermeiden lässt, wenn man die Uhr nutzen möchte.
      Das Fitbit Dashboard im Portal ist übersichtlich angeordnet. Allerdings wäre hier eine detailliertere Ansicht bei einigen Punkten von Vorteil. Es reicht aber für den allgemeinen Gebrauch.

      Fitbit integriert sich nicht in die Apple iHealth App. Außerdem kann man die Daten nicht mit runtastic synchronisieren. Wer die Uhr für sportliche Aktivitäten nutzt, muss auf das Fitbit Portal setzen.

      Ich nutze die Uhr aktuell noch sehr gern und dauerhaft. Mal schauen, ob das auch so bleibt. Eventuell werde ich den Konsum hier irgendwann ein bisschen runterfahren, um nicht zu abhängig von den Daten zu werden.

      Fitbit lässt sich übrigens den Premium Zugriff im Portal ebenfalls extra bezahlen. Für etwa 45€ im Jahr kann man seine Daten mit anderen Teilnehmern anonym vergleichen. An sich eine nette Funktion, um zu sehen, wie andere Männer und Frauen und selben Alter abschneiden und wo man steht. Das Geschäftsmodell hier hätte sich Fitbit jedoch sparen können.