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  • Was, Wann und Wo?
    Endlich mal eine Auszeit vom Winter und Erholung! Das war der Gedanke bei der Planung unseres Urlaubs im Februar für dieses Jahr. Eigentlich wollten wir eine AIDA Kreuzfahrt um die Kanaren mitmachen. Nach Buchung ging der Plan jedoch nicht mehr auf, da die Kontingente für die Flüge von Hamburg und Berlin bereits weg waren. Daher suchten meine Freundin und ich erneut nach einem schönen Ort im Süden, den wir noch nicht bereist haben. Da sie keinen gültigen Reisepass mehr hat, waren Länder, wie Marokko und Tunesien tabu. Also blieben wir bei den Kanaren. Da wir im vergangenen Winter bereits Teneriffa bereist haben, entschieden wir uns dieses Mal für die zweitgrößte Insel der Kanaren. Da einige Freunde bereits auf Fuerteventura waren und nur Gutes berichtet haben, waren wir sehr angeregt.

    Vorab war uns jedoch bewusst, dass es einige Unterschiede zur größten Insel der Kanaren gibt. Weniger Möglichkeiten für Ausflüge, stürmisches Wetter und karge Landschaft hatten wir im Hinterkopf. Aber auch längere und schönere Strände haben wir bei Holidaycheck und Tripadvisor gesehen.

    Außerdem lag der Focus bei mir unter anderem auf Erholung und Abschalten.

    Die Buchung, der Flug und ein Mietwagen
    Wir haben bereits bei den letzten Reisen den Flughafen Laage mit der Fluggesellschaft Germania für uns entdeckt. Bisher bin ich nirgends so entspannt geflogen, wie von Laage. Daher suchte ich über Holidaycheck nach einer Pauschalreise mit Flug von und nach Rostock. Diese Winter-Saison (2016/2017) fliegt Germania am Samstag morgens nach Fuerteventura und am selben Tag abends wieder zurück. Wir konnten so morgens gegen 5 Uhr aus Stralsund losfahren und um 7:30 Uhr pünktlich von Laage abfliegen. Angekommen sind wir um 11:20 Uhr (Ortszeit, eine Stunde früher als in Deutschland).

    Den Transfer zum Hotel (etwa 80km entfernt, südlich) hätten wir eigentlich inklusive gehabt. Ich habe jedoch vorab über TUIcars einen Mietwagen für 8 Tage gebucht. Mit Abholung und Abgabe am Flughafen. Preislich lagen wir hier bei etwa 150€ für einen VW Polo mit Vollkasko und 0€ Selbstbeteiligung. Da die Einheimischen und Touristen nicht gerade zärtlich fahren und einparken, empfiehlt sich die Versicherung! Wir selbst hatten auf einer Tour einen Steinschlag in der Windschutzscheibe erlitten. Da freut man sich, wenn die Versicherung das übernimmt.

    Das Hotel habe ich nach langer Recherche auf Holidaycheck gefunden. Ich lese mir immer sehr intensiv die Bewertungen durch und schaue mir die Bilder an, bevor ich etwas buche. Mit dem Iberostar Hotel im Süden war ich mir ziemlich sicher kein schlechtes Angebot gefunden zu haben. Das Pauschalangebot umfasste Flug, Zug zum Flug, Transfer zum Hotel, All Inclusive und ein Premiumzimmer (Meerblick im obersten Stockwerk). Das Ganze gab's für etwa 2.000€ für zwei Personen (eine Woche). Bei Buchung über Holidaycheck kann man den auf der Website ausgeschriebenen Gutschein über 100€ verwenden. Diese bekommt man nach der Reise auf sein Konto überwiesen.

    Wir haben "last minute" drei Wochen vor Antritt der Reise gebucht. Eigentlich wollten wir in der zweiten Winterferienwoche fliegen. Die Preise für die gleichen Leistungen lagen allerdings 600€ höher. Daher haben wir den Urlaub um eine Woche verschoben. Das Geld verprasse ich lieber im Urlaub, statt es zu verschenken.

    Wer an der Stelle also flexibel ist, sollte sich die Zeiträume genauer anschauen.

    Das Hotel
    Untergebracht waren wir im Iberostar Playa Gaviotas nahe der Stadt Morro Jable. Hier sollte man genauer hinschauen, wo man bucht. Der Komplex besteht aus drei verschiedenen Iberostar Hotels, die aber indirekt zusammengehören. Es handelt sich dabei um ein reines All Inclusive Hotel, welches direkt am Strand gelegen ist. Wer die Möglichkeit hat, sollte unbedingt ein Meerblickzimmer buchen! Der Blick ist einmalig und unvergesslich.

    Frühstück gibt es im Hotel ab 8 Uhr morgens. Wer früh erscheint, kann noch ziemlich ruhig und entspannt frühstücken. Später wird es etwas lauter durch die Masse. Es wird aber immer am Buffet nachgelegt. Die Qualität der Speisen ist sehr gut. Alles frisch zubereitet und sehr lecker. Für Spätaufsteher gibt es noch das kontinentale Frühstück. Ab 13 Uhr wird dann Mittag eingedeckt. Auch hier gibt es frisch zubereitete warme Speisen. Das Abendessen wird vom Hotel auf Grund der Menge in zwei Zeiten aufgeteilt. Beim Check In gibt man an, ob man zwischen 18:00-19:30 Uhr essen möchte oder zwischen 19:30-21:00 Uhr. Dementsprechend bekommt man ein andersfarbiges Armband. Wir hatten die zweite Zeit, sind aber oft wesentlich früher dort gewesen. Da achtet keiner so genau drauf.
    Abends ist das Essen meistens themenbasiert. Mal maritim, mal Tapas und mal kanarische Spezialitäten. Für jeden sollte hier etwas dabei sein.

    Wer nach dem langen Tag und Dinner noch nicht ins Bett will, kann sich dem Abendprogramm anschließen. Jeden Abend wird eine sehr gute Show geboten. Wir waren am zweiten Abend gleich bei einer Michael Jackson Show. Hier haben die Animateure verschiedene Choreographien zu M.J. Songs geboten. Einfach nur super gemacht und knapp 1,5h Unterhaltung.
    An einem anderen Tag haben wir uns Mamma Mia angeschaut. Die Sprechrollen wurden hierbei teilweise dreisprachig (Englisch, Deutsch, gelegentlich Spanisch) und sehr humorvoll vermittelt. Jeder Song wurde wieder mit einer Choreographie übermittelt.

    Wer tagsüber an oder ins Wasser möchte, sollte sich genau überlegen, ob er lieber am Pool oder am Strand liegt. Am Pool gibt es natürlich immer Getränkenachschub. Allerdings steht der Wind meistens sehr ungünstig und bläst über die Poolanlage. Ich fand es nicht so angenehm am Pool zu liegen. Daher lieber ein Handtuch an der Rezeption ausleihen (10€ Kaution) und zum Strand runterlaufen. Dort liegt man etwas windgeschützter und kann ab und zu ins Meer springen).

    Sehr gut empfand ich auch den Wasserservice. Die Reinigungskräfte haben uns jeden Tag Wasserflaschen auf dem Zimmer kostenfrei hinterlassen. Die ersten Tage standen 2x 1,5l Flaschen. Danach gab es 4x 0,5l Flaschen. Diese lassen sich zur Not auch im Restaurant nachfüllen. Darf man offiziell nicht, aber meckern tut auch keiner.

    Die Wege im Hotel sind manchmal etwas umständlich lang. Hier kommt man auf seine sportlichen Schritte am Tag. Einige Fahrstühle fahren nämlich nur von der ersten bis zur fünften Etage. Andere Fahrstühle dagegen fahren von der fünften bis zur achten Etage.

    Sprachlich gibt es im Hotel keine Probleme. So ziemlich jeder Angestellte versteht und spricht hier deutsch. Das ganze Hotel scheint auch hauptsächlich für deutsche Urlauber ausgelegt zu sein. Gefühlt waren in unserer Urlaubswoche 95% deutsche Urlauber. Der Rest kam aus England oder Frankreich.

    Bei Ausflügen fragten wir an der Rezeption nach Lunch-Pakete. Uns wurde empfohlen einfach im Restaurant selbst etwas einzupacken. Schön, dass man hier keine Probleme hat aus dem Restaurant etwas mitzunehmen.

    Vom Zustand der Anlage war ich sehr positiv überrascht. Das Hotel muss mindestens 15 Jahre alt sein, sieht aber aus, wie aus dem Ei gepellt. Unser Zimmer hatte absolut keine Makel. Nichts kaputt und nirgends sichtbarer Dreck. Man hat schon morgens vom Balkon aus gesehen, dass viel Wert auf Sauberkeit gelegt wird. Jeden Tag wurde die Außenanlage gewischt, geputzt und von Müll befreit. Hier lag nie irgendwas lange rum.

    Die Ausflüge
    Wer auf die Insel fliegt, um Cluburlaub zu machen (permanente Erholung im Hotel), ist auf Fuerteventura genau richtig. Die Insel bietet auch einige Ausflüge, ist aber auf Grund der "Marslandschaft" nicht ganz so aufregend anzusehen. Wer sich lieber eine grüne Insel anschauen möchte, sollte nach Madeira fliegen. Auf Fuerteventura gibt es größtenteils Berge, Felsen und viel Nichts.
    Mit dem Mietwagen haben wir dennoch drei Ausflugstage eingelegt. Zuerst ging es in den nahegelegenen (etwa 20km entfernt) Oasis Park. Diesen Zoo kann ich jedem nahelegen, der dort Urlaub macht. Ein wunderschöner Park mit meist ausreichend großen Gehegen für die Tiere und mit ambitionierten Pflegern. Für 1,50€ kann man im Park eine Tüte voller Gemüse kaufen und damit die Tiere füttern. Unter anderem lassen sich Elefanten, Giraffen und Stachelschweine hautnah füttern. Ein unvergessliches Erlebnis. Für 10€ pro Person haben wir noch "Lemuren Experience" mitgemacht. Dabei geht man mit einer Pflegerin in das Gehege der Lemuren, bekommt reichliche Informationen über die Tiere und lässt die Affenart über seine Arme und Beine laufen, während sie auf Nahrungssuche sind. Eine Robbenshow haben wir ebenfalls im Park besucht. Der Parkeintritt ist allerdings etwas kostenintensiv. Pro Person haben wir 33€ bezahlt. Mit Lemuren Experience und einer Mahlzeit im parkinternen Restaurant kamen wir auf etwa 106€ für zwei Personen.

    An einem anderen Tag sind wird zum südlichsten Leuchtturm der Insel gefahren. Dort gibt es sehr viel Nichts und einen winzigen Ort, der sehr verlassen schien und partiell aus einem Trailerpark bestand. Die Aussicht ist allerdings grandios. Ein Offroad Ausflug dorthin lohnt allemal. Offroad, da die Strecke dorthin aus 19km Serpentinen besteht, welche keine asphaltierte Straße ist. Es werden daher auch Jeep Touren über das Gelände angeboten. Ebenfalls kann man sich bei den meisten Reiseveranstaltern Buggy's und Quad's ausleihen und die Tour fahren.

    Der dritte Ausflug ging nach La Pared und Ajuy, zwei Orte auf der Westseite der Insel. In La Pared gibt es eine sehr schöne Bucht mit riesigen Felsen, die sich ohne Probleme besteigen lassen. Von dort aus lässt sich die mächtige Kraft des Meeres bestaunen, welches mit riesigen Wellen auf die Bucht einschlägt. Bei dem Ausflug sollte man unbedingt Obst oder/und Nüsse mitnehmen. Der Felsen ist nämlich voll von Streifenhörnchen, welche den Touristen gegenüber sehr zutraulich sind. Sie fressen gern mal aus der Hand. Am Rand des Felsen gibt es ein Restaurant, welches eine schöne windgeschützte Terrasse und einen Pool mit Wasserrutsche bietet. Fast überall gibt es frischen Fisch in den Restaurants.
    Ajuy dagegen ist seit 1994 ein Naturdenkmal, welches zum Landschaftspark Betancuria gehört. Hier finden sich die ältesten Ablagerungen der Kanarischen Inseln. Man kann maritime Fossilien suchen, sowie Dünen und ozeanische Sedimente beobachten. Hier wurde früher Kalk abgebaut und in Kalköfen verarbeitet, welche man noch immer betrachten kann. Wer Freund von langen Wanderungen ist, wird sich in Ajuy wohlfühlen. In der Bucht sollte man allerdings nicht baden gehen. Das Meer würde einen mit voller Wucht verschlingen.

    Wem das nicht reicht, der kann sich überall sportlich betätigen. Die langen Strände laden zum Joggen ein und oftmals findet man lange Fahrradwege an den Stränden entlang. Des Weiteren kann man Windsurfen, JetSki fahren, angeln, Kitesurfen, tauchen und schnorcheln oder Segway Touren mitmachen. Für einen Tagesausflug lohnt sich bestimmt auch eine Überfahrt nach Lanzarote. Von Morro Jable nach Corralejo dauert die Fahrt jedoch allein etwa 2h. Dazu kommt noch die Schifffahrt und die Rückfahrt. Der Ausflug lohnt sich eher, wenn man sein Hotel im Norden hat.

    Fazit
    Die Insel ist absolut einen Besuch wert!

    Hier noch ein paar Impressionen in Bildern festgehalten (Danke an meine Freundin, die ebenfalls tatkräftig am Drücker der Nikon tätig war).

    Das Hotel IBEROSTAR Playa Gaviotas und der Strand davor


    Der Oasis Park


    Der südlichste Leuchtturm der Insel und der Weg dorthin


    La Pared


    Ajuy und der Weg dorthin


    Der Mietwagen
  • Folgendes Szenario und Aufgabe: Mein WLAN in der Wohnung reicht nicht bis in jede Ecke, was manchmal schon etwas frustrierend ist, wenn man es gerade mal braucht. Ich habe es damals mal mit einem WLAN Repeater probiert, welcher mich ebenfalls oft frustriert hat, da er gelegentlich gar nicht mehr funktionierte, die Datenpakete nicht weiterleitete oder auch oft den Router nicht gefunden hat.

    Nun wollte ich eine neue Lösung mit Verkabelung und zweitem Access Point (AP). Eine Direktverkabelung von Router zum gewünschten neuen AP kommt leider nicht in Frage. Da ich in meinen vier Wänden bereits DLAN größtenteils erfolgreich einsetze (kurzzeitig auch mal zu erfolgreich, siehe Link), gibt es ja bereits eine Verkabelung. Also kam ich auf die Idee das DLAN mit einem DLAN Gerät + AP zu erweitern. Nach längerer Suche kam ich auf ein günstiges Modell von TP-Link (TP-Link TL-WPA4220). Da meine anderen Geräte ebenfalls von TP-Link sind, hoffte ich auf eine saubere Integration. Das Gerät soll aber auch mit Powerlan Adaptern von anderen Herstellern kompatibel sein. Bestellt für knapp 40€ und ruck zuck bekommen.

    Nach dem ersten Einstecken des Adapters war ich gleich wieder frustriert. Das Gerät hat sich zwar sorgenfrei in das DLAN Netzwerk eingebunden und mit dem vorkonfigurierten WLAN konnte ich mich auch verbinden, aber ich konnte die Weboberfläche nicht erreichen. Der Adapter hat sich einfach mal dieselbe IP Adresse konfiguriert, welche mein Router bereits besitzt. Also trennte ich den Router vom DLAN Netzwerk und setzte den neuen Adapter noch mal zurück. Danach konnte ich mich zur Weboberfläche navigieren.
    Hier sah ich schon das nächste Problem. Die eigene Schnittstelle lässt sich nur sehr primitiv konfigurieren. Eine IP muss manuell vergeben und kann nicht per DHCP bezogen werden. Die IP ist zwar frei wählbar, aber die Netzmaske muss aus einem DropDown Feld ausgewählt werden. Hierbei steht gerade mal eine Hand voll Möglichkeiten zur Verfügung. Was dachte sich der Hersteller denn nur dabei? Bloß nicht zu kompliziert?
    Ich habe dem Gerät dann eine manuelle IP aus meinem Netzwerk gegeben und die IP in meinem DHCP Server reserviert, damit diese nicht anderweitig vergeben wird.

    Bei der WLAN Access Point Konfiguration fiel mir das nächste Problem auf. Die Konfiguration und der Umfang ist ok. Es sind alle notwendigen Sicherheitsalgorithmen verfügbar und ein MAC Adressenfilter ist ebenfalls an Bord (lässt sich leider nicht mit dem Router synchronisieren). SSID und Passwort habe ich von meinem bestehenden Netzwerk übernommen. Das Einwählen klappt auch super.
    Allerdings lässt sich nur ein WLAN-Radio konfigurieren. Und dies nur im 2,4Ghz Netzwerk. Sehr ungünstig für Leute mit mehreren Netzwerken in unterschiedlichen Frequenzen. An der Stelle muss ich das leider in Kauf nehmen. Bei dem Preis kann man ja auch nicht allzu viel erwarten.

    Zu den Geschwindigkeiten muss ich bei den Geräten immer lächeln. In der Produktbeschreibung steht folgendes: Mit WLAN-Datenraten von bis zu 300 Mbit/s können Sie Ihr WLAN mühelos über die Stromleitungen erweitern und an der gewünschten Stelle ausstrahlen. Diese 300Mbit/s sind natürlich reines Marketing. Ein einfacher Speedtest kommt auf gerade mal 40-50Mbit/s. Im Vergleich habe ich natürlich noch Tests über meinen Router (WLAN und LAN) durchgeführt. Da sind die Bandbreiten wesentlich höher. Für meine Bedürfnisse reicht es aber aus.

    Fazit:
    + Preis
    + Funktionalität
    + Einbindung ins DLAN Netzwerk
    - fehlende Komplexität der Konfiguration
    - nur ein Radio im 2,4Ghz Bereich

    Bei dem Preis kann man nicht viel verkehrt machen, wenn man sein WLAN Netzwerk einfach erweitern will.
  • Binz ist auch im Winter ein sehr schöner Ort für einen Winterspaziergang am Strand. So war es zumindest die bisherigen Jahre. In diesem Jahr ist dies allerdings ein wenig anders auf Grund der Sturmflut vom 04.01.2017, welche große Teile der Ostseeküste verwüstet hat. Unter anderem war auch Binz getroffen. Ich war zwei Wochen später vor Ort und habe noch die Reste der Flut zu Gesicht bekommen.

    Ein Strand mit ausgehöhlter Düne, Bergen an Sachen, welche die Flut mit angeschwemmt hat und umgekippten Hinweisschildern. Der Strand war auch nur halb so groß, wie sonst, da das Wasser noch immer recht weit in den Strand reichte. Für einen Spaziergang war es allemal noch gut und schön und bis zur nächsten Badesaison wird auch alles wieder touristentauglich sein, aber da sieht man mal wieder, was die Natur anrichten kann.

    Erstaunlich war ja, dass die Enten, welche sonst nie in der Ostsee am Binzer Strand zu sehen waren, nun dort badeten und die Kälte ertragen mussten.





  • Bei der typischen Suche nach einer 0815 Wohnung bin ich durch Zufall auf dieses Schnäppchen in Bel Air gestoßen ;)
    Im exklusiven Viertel Bel Air hat der Bauunternehmer Bruce Makowsky nun sein Meisterwerk präsentiert, welches nun zum Verkauf steht. Das Gute Häusle soll für 250.000.000$ über die Ladentheke gehen. Hier ein paar nette Fakten zum Anwesen, bevor die Bilder und das ultimative Video kommt.
    • auf etwa 3.500qm befindet sich die nette Villa
    • allein 1.500qm davon sind für Unterhaltung zuständig
    • zwei "master" Suiten
    • zehn übergroße Suiten für VIP Gäste
    • 21 Badezimmer
    • drei Gourmet Küchen
    • fünf Bars
    • Massage Studio / Wellness SPA
    • Fitness Center mit allem technischen Schnick Schnack
    • 25m Swimming Pool mit Glasfliesen
    • Kino mit 40 Sitzen (4K Dolby Atmos Theater)
    • Bowlingbahn (4 Bahnen)
    • Fuhrpark mit Autos im Wert von 30.000.000$
    • über 100 Kunstwerke
    • Außen Theater/Kino
    • zwei voll bestückte Weinkeller
    • Candy Wall


    Wer vom lesen noch nicht überzeugt ist und noch nicht zum Hörer gegriffen hat, um zu fragen, ob das Haus noch zu haben ist, sollte sich von den Medien noch überzeugen lassen. Das Video unbedingt mit Sound genießen ;)

    Zum YouTube Video
    Zum Angebot
  • Ich bin ja noch immer begeistert von meiner FitBit Charge 2. Seit knapp 4 Monaten trage ich die Uhr nun fast durchgängig und kann mich noch immer nicht beklagen. Nur beim Armband kann ich ein paar Abstriche machen.

    Das Armband, welches von FitBit mitgeliefert wird, ist hauptsächliche für sportliche Aktivitäten gedacht. Des Weiteren ist es nicht stufenlos einstellbar. Meistens trage ich es im dritten oder vierten Loch. Das passt an sich ganz gut, aber nicht perfekt. Daher habe ich mich mal auf die Suche nach alternativen Armbändern gemacht.

    Der Hersteller vertreibt selbst Lederarmbänder zum Wechsel. Allerdings bewegen die sich in einer Preiskategorie, in welcher man sich bereits eine neue Uhr leisten kann. Fast 70€ verlangt FitBit im hauseigenen Shop für ein Lederarmband in drei verschiedenen Farben. Da hilft auch der versandkostenfreie Versand nicht mehr.

    Bei Amazon trifft man auf eine endlos scheinende Liste an alternativen Bändern. In allen Farben, Formen und Materialien zu einem weitaus besseren Preis. Ich bin dabei auf das Metallarmband von MoKo gestoßen. Das Metallarmband hat mich allein optisch schon sehr angesprochen. Bei dem Preis war ich natürlich ein wenig skeptisch, was die Qualität und Verarbeitung angeht. Dank der vorherigen Bewertungen hat mich dies aber nicht abgeschreckt.

    Das Armband habe ich dann für 17,99€ bestellt und kurze Zeit später auch bekommen. Ich kann für das Produkt wahrlich volle Punktzahl vergeben. Preis/Leistung ist hier definitiv gerechtfertigt. Die Verarbeitung sieht gut aus und die Uhr passt optisch super in das Band. Die Halterung für die Uhr ist identisch zum Originalarmband. Da wackelt nichts!
    Ich habe mich für das schwarze Armband entschieden, da sich die Uhr farblich am besten darin integriert. Am besten ist die stufenlose Befestigung. Dank eines Magneten lässt sich das Armband je nach Wunsch und Bedarf am Arm befestigen. Am Tag stelle ich dies ein wenig enger und in der Nacht dafür ein bisschen lockerer.

    Für Menschen mit etwas dickeren Armen bzw. Händen muss man allerdings etwas aufpassen. Das Band lässt sich nicht komplett öffnen. Man zieht den Arm durch die Uhr und zieht praktisch nur noch fest. Wer große Hände hat, muss wahrscheinlich die Uhr auf einer Seite ausklinken und um den Arm wieder einklinken. Sicher auch kein Hindernis, aber etwas aufwändiger, wenn man die Uhr öfters abnimmt.

    Das Ladegerät passt auch noch super mit Uhr im Armband. Auch dafür muss man es nicht abnehmen.
    Ich hoffe, dass das Armband auch über längere Zeit noch Qualität beweist.

  • RSS Feeds spielen in meinem Alltag inzwischen eine recht große Rolle. Die @MauzePow hat mich vor etwa vier Jahren mit ihrem Beitrag auf die Idee gebracht meine ganzen favorisierten Webseiten in einem Reader unterzubringen. Angefangen habe ich ebenfalls mit dem Google Reader, welcher dann kurze Zeit später vom Unternehmen abgekündigt wurde. Mit einem perfekten Übergang startete dann Feedly durch. Man konnte seine Google Daten 1:1 übernehmen und behielt sogar den Google Login dank Single Sign On (SSO).

    Die Integration, Bedienbarkeit und Flexibilität (dank iOS/Android Apps) ist gar grenzenlos. Für ein paar Dollar im Monat lässt sich der Account noch um einige Funktionen erweitern. Allerdings sind keine Features dabei, für welche ich $5,41/Monat ausgeben würde.

    Warum zur OwnCloud?
    Ich bin also rundum zufrieden mit Feedly, setze aber soweit es geht immer lieber auf eigene Lösungen, welche unabhängig von großen Unternehmen sind. Zum einen ist da das große Datenschutz Thema, weswegen fast jeder inzwischen Paranoid wird. Warum muss ein Großkonzern wissen wann ich welche Nachrichten/Blogs/... lese? Dazu hatte FeFe auch mal einen netten Blogeintrag, nachdem ich ihm per Mail darauf hingewiesen habe, dass Feedly seine Einträge nicht richtig parst.
    Zum anderen haben wir gesehen, wie schnell ein Konzern, wie Google, so ein Produkt abkündigt. Das ist bei Feedly eher unwahrscheinlich, da RSS deren Kerngeschäft ist, aber es könnte dennoch passieren, dass sie von heute auf Morgen das Geschäft aufgeben.

    Daher habe ich mir nun die OwnCloud Integration noch mal genauer angeschaut. Vor etwa zwei Jahren probierte ich die OwnCloud App das erste Mal aus und war schon ein bisschen begeistert. Allerdings steckte das Produkt zu der Zeit noch in den Kinderschuhen. Heute sind wir an der Stelle ein wenig weiter.

    Einrichtung
    Die Einrichtung ist recht einfach für etwas erfahrende Anwender. Man lädt sich das letzte Release von GitHub herunter, legt die Daten in den apps Ordner der OwnCloud ab und aktiviert die App über die Weboberfläche. Danach erhält man einen neuen Button "News" in der Navigation. Hier lassen sich RSS Feeds verwalten.

    Migration
    Der Umstieg erwies sich als ziemlich einfach. Bei Feedly kann man seine ganzen Feeds als OPML Datei downloaden. Diese OPML Datei lässt sich einfach in der OwnCloud wieder hochladen. Und schon ist man fertig und hat all seine Feeds übernommen. Einfacher geht es einfach nicht.

    Nutzung
    Ich lese meine Feeds gerne von dort, wo ich gerade bin und Lust habe. Das heißt, ich möchte diese auch auf unterschiedlichen Geräten lesen. Am PC und Notebook ist das kein Problem. Die Weboberfläche ist inzwischen gut strukturiert und bietet einige Hotkeys zum navigieren.
    Für iOS und Android gibt es inzwischen speziell entwickelte Apps, welche ebenfalls quelloffen auf GitHub zu finden sind. OpenSource heißt in diesem Fall allerdings nicht kostenfrei. Über den AppStore habe ich 1,99€ für die App bezahlt. Das Geld hat sich aber gelohnt, da die App übersichtlich ist und alle wichtigen Funktionen bietet.

    Alternative
    Wer sich für Nextcloud entschieden hat, kann die gleiche App benutzen. Diese sind untereinander kompatibel. Nextcloud ist ein Fork von OwnCloud.

    Bisher kann ich nichts negatives zum Umzug berichten.
    Für Fragen stehe ich gern bereit.
  • Bei dem Twitterpost musste ich wirklich zwei mal schauen, bevor ich Pipi in den Augen hatte :D
    Die Wörter Küchenmesser, Intimrasur und Zugtoilette in einem Kontext sind schon herrlich. Das allein ist allerdings keine Straftat. Der junge Mann musste nur die Bahn verlassen, weil er keine gültige Fahrkarte hatte. Der Kommentar der Polizeisprecherin ist aber auch genial ("Immerhin pflegt er sich!").

  • Seit es Smartphones gibt, hat sich auch ein neuer Markt eingeschlichen. Der Markt für den Schutz der teuren Geräte. Einfache Handy's wurden damals ohne alles herumgetragen und in die Hosentasche gesteckt. Mit den heutigen Smartphones ist das kaum vorstellbar. Wie schnell ist der Wert von mehreren hundert Euros verloren, wenn ein Kratzer auf dem Display zu sehen, der Rahmen verbogen oder ein Stück von der Ecke herausgebrochen ist.

    Als meine Freundin sich vor etwa einem halben Jahr für ein neues iPhone entschieden hat, kaufte ich zeitgleich einen sehr massiven Bumper und eine recht dicke Panzerglas-Folie. Es wäre zu schade gewesen, wenn Tollpatschigkeit das Telefon außer Gefecht setzt.

    Wie wertvoll nun solch ein Schutz ist, haben wir noch Ende des letzten Jahres kennen gelernt. Mit dem Auto unterwegs sind wir kurz zu @Schwadden rangefahren, um etwas abzuholen. Ich habe im Auto vor der Haustür gewartet, bis meine Freundin wieder eingestiegen ist und wir zurück nach Hause gefahren sind. Im Parkhaus bemerkte sie dann, dass ihr Handy weg ist. Schnell haben wir mit meinem iPhone ihr Handy über Apple als verloren gemeldet und aus der Ferne die Ortung aktiviert. Das GPS-Modul meldete das Telefon noch vor @Schwadden 's Haustür. Wir fuhren also zurück und sahen es schon auf der Straße nahe am Bordstein liegen. Ich hielt kurz an, damit sie das iPhone greifen konnte. Der erste Blick auf das Telefon zeigte ein völlig beschädigtes Display im unteren Bereich und ein wenig Dreck an der Hülle. Ich vermute, dass in den 15 Minuten, die es dort lag, ein Auto drüber gefahren oder jemand drauf getreten ist.

    Wieder zu Hause angekommen schauten wir es uns genauer an. Ich zog langsam die Schutzfolie ab und zum Vorschein kam ein vollkommen heiles Display. Nicht ein Kratzer war zu erkennen. Das war wirklich Glück im Unglück. Zum einen, dass es niemand vorab gefunden und mitgenommen hat und zum anderen, dass es vollkommen heil ist.

    Kurz darauf habe ich gleich eine neue Display Folie bestellt. Ich will hier ungern Werbung machen, aber das Produkt hat mich wirklich überzeugt. Dank einer Schablone habe ich auch die neue Folie ohne eine einzige Blase auf das Display platziert. Ich hoffe allerdings, dass die Folie jetzt etwas länger ohne Zwischenfall hält ;)
  • Kennt ihr noch die guten alten Zeiten von RollerCoaster Tycoon? Es war eine geniale Wirtschaftssimulation, welche bereits 1999 veröffentlicht wurde. Das Spiel hat mich so einige Stunden meiner Freizeit damals gekostet. Die damalige Version gibt es übrigens inzwischen im AppStore (iOS, Android).

    Wer es etwas hübscher und neuer mag, sollte sich unbedingt mal Planet Coaster anschauen! Die Entwickler von Frontier Developments haben reife Arbeit geleistet, um dem alten Freizeitpark-Generator einen ebenbürtigen Nachfolger zu liefern.

    Die Simulation sieht nicht nur klasse aus, sonder macht auch noch mega Laune. In drei verschiedenen Modi lässt sich ein Freizeitpark bauen und verwalten. Neben einer Karriere und Herausforderungen kann man auch noch seinen Park mit unbegrenzten Mitteln in einer Sandbox bauen.

    Bisher bin ich bei den Herausforderungen kleben geblieben. Hierbei startet der Spieler mit einer leeren Fläche und baut den Park von Grund auf neu mit unterschiedlichen Mitteln (je nach Schwierigkeit).

    Schon relativ früh merkt man, dass das Zusammenspiel zwischen Gästen, Personal, Forschung, Marketing und den Attraktionen passen muss. Wenn man zum Beispiel sein Personal nicht schult, oder dieses auf Grund von geringem Gehalt nicht zufrieden ist, sind diese unproduktiv und wollen die Gäste nicht bedienen. Die Folge ist die Schließung von Läden (z.B. Getränkestände und Imbisse).
    Betreibt man kein Marketing, kommen vielleicht nicht genügend Gäste in den Park. Ohne aktive Forschung bekommt man keine neuen Attraktionen zu Gesicht. Und wenn man schlecht an den Preisen dreht, hauen die Gäste wieder ab. Man sollte hier ein gesundes Gleichgewicht zwischen Kosten für Parkeintritt und den Attraktionen finden. Sonst drehen die Gäste schon am Eingang um. Da hilft auch kein Marketing weiter.

    Selbst die Attraktionen muss man hegen, pflegen, abreißen und neu bauen. Jedes Fahrgeschäft hat sein Ablaufdatum. Die Achterbahnen veralten und werden uninteressanter für Gäste. Diese wollen dann weniger Eintritt zahlen oder gehen einfach nicht rein. In beiden fällen hat man ein Problem. Entweder steht niemand in der Warteschlange, oder der Eintritt ist so günstig, dass die Wartung teurer ist, als das Geschäft gewinnbringend. Die Lösung heißt nur: abreißen und ein anderes Fahrgeschäft bauen.

    Ganz wichtig ist auch die Szenerie des Parks. Die Gäste wollen etwas sehen für ihr Geld. Der Wert der Achterbahnen steigt je nach Gestaltung der Warteschlange. Dafür gibt es dann Prestige-Punkte. Hier kann man mit einfach Bäumen bis hin zur Pyrotechnik arbeiten.

    Irgendwann steht man allerdings vor Problemen, bei denen man verzweifeln kann. Bei mir tummelte sich vor kurzem eine riesige Menschentraube auf ein und demselben Gehweg. Massenstau ohne Bewegung und die Gäste haben nur negative Gedanken.

    Ich kann jedem Fan von solchen Simulationen Planet Coaster nur ans Herz legen ;)

    (Aktuell gibt es das Spiel im Wintersale bei Steam für 32,29€.)

  • Wunderschöne Stadt Stralsund! Aber wo ist sie?
    Ich wohne nun schon seit 7 Jahren in der Altstadt und muss leider Jahr für Jahr beobachten, wie das Sichtfeld immer mehr eingeschränkt wird, wenn man durch die Straßen schlendert. Auf jeden freien Fleck der Erde wird noch ein Haus gesetzt, damit der Wohnraum noch dichter ist, damit noch mehr Geld gescheffelt werden kann und damit man noch weniger des Weltkulturerbe sehen kann.

    In der Altstadt zu wohnen war bisher immer ein sehr schönes Gefühl. Man war dicht am Wasser und mitten drin im Geschehen. Das rückt jedoch nach und nach in den Hintergrund, wenn man nichts mehr sehen kann durch das Fenster.

    Schaut man sich z.B. die freie Fläche zwischen Langenstraße und Papenstraße (Richtung Hafen) an. Die Anwohner hatten immer ein freies Sichtfeld. Nachdem das Haus dort schon bis zum Dach gebaut wurde, sieht man aus dem Fenster nur noch eine Wand oder andere Fenster. Man kann sich gegenseitig beim Frühstück zuschauen, oder die Milch reichen. Darauf steht nicht unbedingt jeder.

    Das schlimmste Beispiel ist noch immer Quartier 17 (hinter dem Rathaus). Hier war jahrzehntelang eine Brunnenanlage zu sehen. Der Bereich war relativ frei und man hatte ein schönes Sichtfeld. Nun steht hier ein neumoderner Klumpen, der nur zum Teil ins Stadtbild passt. Die Immobilien darin sind zwar größtenteils vergeben, aber nicht mal begehrt. Das einzig positive an dem Komplex ist der Edeka, welcher den Altstadtbewohnern eine Einkaufsmöglichkeit bietet.

    Seit ein paar Monaten fällt mir nun die nächste Baustelle ins Auge, welche vor allem den Touristen den schönen Blick auf die Kirche St. Nikolai bald vermiesen wird. An der Ecke hinterm Rathaus hatte man bisher einen guten Blick für ein Foto von der gesamten Kirche. Dieser wird bald vom nächsten Haus verdeckt.

    Ich finde es eine Frechheit, dass solche Bebauungspläne freigegeben werden. Die schöne Stralsunder Altstadt kenne ich inzwischen nur noch von Bildern :(

    Neuer Blick zur Kirche St. Nikolai
  • Kratzt es im Hals oder läuft bereits die Nase? Kein Wunder, denn in der kalten Jahreszeit sind wir wesentlich anfälliger für Krankheiten, als im Sommer. Wir kennen das doch alle. Einer fängt im Büro an zu husten und ein paar Tage später hat es jeder Zweite und die Krankenscheine fliegen gerade zu in die Firmenbriefkästen.

    Krank sein ist Scheiße! Deswegen probiere ich gerade ein paar Methoden, welche zu einem stabilen Immunsystem führen sollen. Mein Immunsystem ist schon seit meiner Kindheit relativ schlecht, weswegen ich recht schnell irgendwelche ansteckenden Krankheiten übernehme.

    Bewegung ist der erste Schritt
    Ich probiere es jetzt seit etwa sechs Wochen mit einer morgendlichen kalten Dusche und viel Bewegung über den Tag über verteilt. Die Bewegung habe ich bereits in dem FitBit Charge 2 Thema ein wenig erläutert. Allgemein heißt es, dass 10.000 Schritte am Tag gut für die Gesundheit sind. Dies versuche ich nun täglich mit meinem technischen Helfer zu schaffen. Während der Arbeitszeit lasse ich mir Erinnerungen schicken, dass ich mich stündlich bewegen soll. Morgens laufe ich oft ein paar Schritte mehr zum Auto und Mittags mache ich nach dem Essen einen ausgiebigen Spaziergang (hilft bei der Verdauung und gegen die Nachmittagsmüdigkeit). Wenn ich abends mein Ziel noch nicht erreicht habe, kommt auch nach dem Abendbrot noch ein Spaziergang durch die kalte Altstadt ins Programm. Die 10.000 Schritte (etwa 8km) schaffe ich soweit täglich.

    Raus aus den warmen Klamotten
    Genug zur Bewegung, hier soll es eigentlich um die Dusche gehen. Ich war schon immer ein Freund vom warmen duschen am frühen Morgen. Man fühlt sich wohl dabei und es ist angenehm auf der Haut. Danach ist der Körper jedoch verwöhnt von der warmen Temperatur. Das ändert sich normalerweise auch selten über den Tag verteilt. Ich arbeite im Büro, welches ebenfalls gut geheizt ist. Auch hier braucht der Körper nichts gegen irgendwelche Kälte unternehmen. Dieses Verwöhnen des Körpers ist schön und gut, aber schlecht für das Immunsystem. Der Körper braucht sich nicht mehr großartig regulieren. Das macht ja schon die Heizung für uns. Ich habe dies selbst oft daran gemerkt, dass mir schnell kalt wird. Der Pullover wurde immer früher übergezogen und die dicke Jacke schon früher aus dem Schrank geholt. Dies ändert sich gerade bei mir durch die Kombination der kalten Dusche und viel Bewegung. Ich sitze oft jetzt noch im T-Shirt im Büro und habe nicht den wärmsten Mantel draußen in der Kälte an.

    Wie geht das nun mit dem kalten duschen? Einfach kalt aufdrehen und los? Nein!
    Das sollte man wirklich ruhig angehen. Gerade wenn man warme Duschen gewöhnt ist, muss der Körper sich nach und nach umstellen. Ich empfehle hier auch eher eine Wechseldusche, statt der komplett kalten Dusche. Das heißt anfangs etwas warm duschen (nicht zu warm), einseifen, abspülen und wohlfühlen. Danach kommt der eher unangenehme Teil. Nimm die Duschbrause ab, stell die Wassertemperatur auf kalt und fang bei den Füßen an. Stell das Wasser dabei nur so kalt, wie es noch erträglich ist. Wenn du dabei zitterst, ist es zu kalt! Wie gesagt, der Körper muss sich nach und nach daran gewöhnen. Meistens will ich bei den Füßen auch schon aufhören, weil ich mir nicht vorstellen will, wie das kalte Wasser auf den Rest meines Körpers fällt. Aber: Zähne zusammenbeißen und durch! Hocharbeiten bis zu den Oberschenkeln und danach die Arme abspülen. Danach hänge ich die Duschbrause an und mache mit dem Rücken weiter. Zum Schluss dann die Brust (niemals mit dem Bereich des Herzens anfangen!).
    Das Ganze dann etwa 2-3 Minuten durchhalten und gleichmäßig atmen. Die Atmung ist hier verdammt wichtig! Nicht einfach die Luft anhalten und zu heftig atmen. Versuche hier auf deine gleichmäßige Atmung zu achten. Wenn die Konzentration bei der Atmung liegt, vergisst man relativ schnell, wie kalt das Wasser ist ( ;) ). Wenn das nicht klappt, einfach anfangen zu singen, summen, brummen, tanzen, im Kreis drehen, bewegen oder sonst was. Das kann Wunder wirken. Nach spätestens einer Minute sollte man sich auch an die Temperatur gewöhnt haben. Danach schnell abtrocknen und darauf achten, dass man nicht zittert. Das Badfenster sollte am besten geschlossen bleiben. Zugluft kann hier gefährlich werden.
    Man kann bei der Wechseldusche auch öfters zwischen warm und kalt wechseln. Zum Schluss sollte es aber immer kaltes Wasser sein. Von mal zu mal kann man sich dann herantasten die Kälte etwas zu erhöhen. Komplett auf kalt drehen halte ich jedoch für etwas zu extrem. Zumindest halte es selbst (noch) nicht aus. Man muss bedenken, dass die kalte Temperatur aus der Leitung im Winter bei etwa 4°C liegt. Die Prozedur bringt übrigens nur etwas, wenn man es regelmäßig durchführt. Diese Woche warm und nächste Woche einmal kalt bringt nichts!
    Übrigens ist nach einer kalten Dusche der morgendliche Kaffee zum wach werden überflüssig ^^

    Abschließend ...
    Ich habe mich vorab in anderen Blogs ein wenig belesen, wie es anderen so dabei ergeht und habe viele unterschiedliche Meinungen gelesen. Jeder sollte hierbei auch selbst in sich gehen und auf seinen Körper hören, was ihm gefällt. Das kalte Duschen hat aber viele Vorteile. Gerade Frauen erfreuen sich z.B. der weicheren Haut, welche sie dadurch bekommen. Der größte Vorteil ist aber das Immunsystem, was dadurch gestärkt wird. Ich kann an dieser Stelle noch keine Langzeitaussagen treffen, aber in den letzten sechs Wochen war ich zumindest nicht krank. Aus meiner Sicht ist das eine gute Sache und ich versuche es weiterhin durchzuhalten, auch wenn es jedes Mal neue Überwindung kostet. Es ist aber immer nur eine relativ kurze Überwindung, die man schaffen muss.

    Hoffentlich konnte ich hier den einen oder anderen inspirieren oder helfen durch den Winter zu kommen :)
  • Ich war sehr lange abgeneigt gegenüber den modernen Smartwatches, welche von unterschiedlichsten großen Herstellern mittlerweile vertrieben werden. Sie hatten bisher nie die grundlegenden von mir gewünschten Funktionen. Ich wollte bisher nie eine Uhr, die praktisch mein Smartphone ersetzt. Am Handgelenk benötige ich nicht unbedingt ein vollwertiges Mobiltelefon.
    Dagegen fand ich die activity tracker schon interessanter. Um sportliches Ereignisse aufzuzeichnen, seinen Puls im Auge zu haben oder einfach nur die alltägliche Bewegung mitschneiden. Und das Ganze mit einer längeren Akkulaufzeit als einen Tag.

    Überzeugt hat mich an dieser Stelle laut Beschreibung die Fitbit Charge 2. Also bestellte ich ein Gerät über den online Versender Sport Tiedje. Dieser hatte zwar keine auf Lager, aber sollte welche am folgenden Tag bekommen. Durch einen Newsletter Gutschein konnte ich sogar noch 10€ sparen und kam auf etwa 150€. Leider bekam ich die darauffolgenden Tage nur enttäuschende Mails, dass sich die Lieferung um 1-2 Wochen verspätet. Also rief ich an und stornierte die Bestellung. Das Geld kam auch prompt wieder auf mein Paypal Konto zurück.
    Daraufhin bestellte ich bei Amazon und nutzte die 30 Tage kostenlose Prime Mitgliedschaft. Die Uhr kam gleich am nächsten Tag mit DPD an. Bei Amazon zahlte ich etwa 160€ für die Uhr.

    Ich habe die Fitbit Charge 2 nun seit über einer Woche in Nutzung und bin recht positiv überrascht, was mein Tag so mit sich bringt. Die Uhr zeichnet dauerhaft Schritte, Strecke, Etagen, Kalorien, Puls und den Schlaf auf. Man kann den Tracker also rund um die Uhr tragen und aufzeichnen lassen. Der Akku soll angeblich 4-5 Tage halten. Bei normaler Nutzung komme ich jedoch eher auf 3-4 Tage. Immer noch wesentlich besser, als die ganzen bunten Smartwatches.

    Als Standardziele sind folgende definiert:
    • 10.000 Schritte am Tag zurücklegen
    • zwischen 9-17 Uhr jeweils 250 Schritte pro Stunde (mit Erinnerung 10 min vor Stundenende)
    • 10 Etagen pro Tag erklimmen
    • 8,05km pro Tag zurücklegen
    • 3.121 kcal pro Tag verbrennen
    • 30 aktive Minuten pro Tag
    Viele Ziele, aber alle machbar, wenn man sich ein wenig bemüht. Ich habe einen Bürojob in der IT, bei welchem ich mich nicht zwangsläufig sehr viel bewegen muss. Jedoch bewege ich mich außerhalb der Geschäftszeiten relativ viel sportlich (denke ich zumindest). In den 9h auf Arbeit bin ich allerdings sehr zufrieden mit den Bewegungserinnerungen. In meiner Mittagspause und nach Feierabend mache ich neuerdings noch einen kleinen Spaziergang, um auf meine 10.000 Schritte am Tag zu kommen. Ich denke sogar, dass es funktioniert. Man fühlt sich schon ein wenig besser, wenn man diese Schritte am Tag zurücklegt und sich auch zwischendurch ein wenig mehr bewegt und lockert.

    Neben dem Aktivitätstracking wird auch der Puls aufgezeichnet. Die Genauigkeit ist ziemlich gut. Ich habe ein paar Mal mit meinem Oberarm-Blutdruckgerät gemessen und den Puls mit der Uhr verglichen. Die Abweichungen waren sehr minimal.
    Seinen Ruhepuls sollte man im Normalfall zwischen 60 und 80 finden. Mit dem Tracker kann man das Ganze mal nachvollziehen und gegebenenfalls beeinflussen. Durch die Schlafaufzeichnung kann man auch nachts seinen Puls sehr gut nachvollziehen. Der Tracker erkennt automatisch ob man schläft, oder wach ist. Das funktioniert ebenfalls sehr gut. Durch Bewegungen kann die Charge 2 erkennen, ob man einen ruhigen oder unruhigen Schlaf hat.

    Zum Puls beeinflussen ist das Relax feature sehr gut. Das möchte ich inzwischen auch nicht mehr missen. Wenn es im Alltag mal etwas stressiger und hektischer zugeht, kann man sich 2 oder 5 Minuten Zeit nehmen, um mal ordentlich durchzuatmen. Bei der Funktion kalibriert man etwa 30-40 Sekunden seine Atmung (langsam, gleichmäßig und tief ein- und ausatmen in den Bauch). Danach beginnen 2 oder 5 Minuten geführte Atmung. Geht der Kreis auf, atmet man ein, geht er wieder zu, atmet man aus. Das hilft zu kurzen Entspannung. Das feature habe ich im Video einmal vorgeführt.

    Der Tracker überträgt seine Daten auf das Smartphone, Tablett, Mac oder PC. Solange man nicht synchronisiert, behält die Uhr die Daten für sich. Auch dies hat aber eine zeitliche Grenze. Am besten man synchronisiert mindestens einmal täglich. Der Datenabgleich zwischen der Uhr und meinem iPhone funktioniert aber ohne manuellen Aufwand hervorragend automatisch.

    Leider werden die Daten zu Fitbit in die USA hochgeladen. Dies muss man explizit bei der Einrichtung bestätigen. Ein Punkt, welcher nicht jedem schmeckt, sich aber nicht vermeiden lässt, wenn man die Uhr nutzen möchte.
    Das Fitbit Dashboard im Portal ist übersichtlich angeordnet. Allerdings wäre hier eine detailliertere Ansicht bei einigen Punkten von Vorteil. Es reicht aber für den allgemeinen Gebrauch.

    Fitbit integriert sich nicht in die Apple iHealth App. Außerdem kann man die Daten nicht mit runtastic synchronisieren. Wer die Uhr für sportliche Aktivitäten nutzt, muss auf das Fitbit Portal setzen.

    Ich nutze die Uhr aktuell noch sehr gern und dauerhaft. Mal schauen, ob das auch so bleibt. Eventuell werde ich den Konsum hier irgendwann ein bisschen runterfahren, um nicht zu abhängig von den Daten zu werden.

    Fitbit lässt sich übrigens den Premium Zugriff im Portal ebenfalls extra bezahlen. Für etwa 45€ im Jahr kann man seine Daten mit anderen Teilnehmern anonym vergleichen. An sich eine nette Funktion, um zu sehen, wie andere Männer und Frauen und selben Alter abschneiden und wo man steht. Das Geschäftsmodell hier hätte sich Fitbit jedoch sparen können.