10 Tage im Grecotel LuxMe White Palace auf Kreta – unser ehrlicher Erfahrungsbericht als Familie
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R_ace_R -
21. Mai 2026 um 08:25 -
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- Anreise, Lage und erster Eindruck
- Pools, Liegen und Strandalltag
- Unser Familienzimmer mit Meerblick
- App, Service und Kommunikation mit dem Hotel
- Essen, Buffet und All Inclusive plus
- À la carte Restaurants: Asia White, Tavernaki und der Italiener
- Gäste, Atmosphäre und kleine Extras
- Shop, Fitnessraum und der Blick auf die Details
- Rethymno und Umgebung mit Kind entdecken
- Ein Abend auf der Agreco Farm
- Begegnungen und Fazit für Familien mit Kleinkind
Anreise, Lage und erster Eindruck
Das Grecotel Luxme White Palace liegt an der Nordküste Kretas in der Nähe von Rethymno, direkt an einem langen Abschnitt aus Sand und Kies, ungefähr mittig zwischen Heraklion und Chania. Die Lage ist ideal, wenn man Strandurlaub mit ein paar Ausflügen in die Umgebung verbinden möchte, denn die sehenswerte Altstadt von Rethymno ist nur eine kurze Autofahrt entfernt.
Wir sind Anfang Mai angereist und haben schnell gemerkt, dass das Hotelkonzept sehr offen gebaut ist, was bei Wind und kühlerem Wetter seine Schattenseiten hat. An unserem Ankunftstag war es extrem windig und eher frisch, wodurch es an der offenen Rezeption und auch im Buffet Restaurant spürbar kühl war, bis das Wetter sich in den nächsten Tagen zum Positiven gedreht hat. Trotzdem war der erste Eindruck sehr positiv, vor allem durch das viele Weiß, die großzügigen, lichtdurchfluteten Bereiche und die sehr grün bepflanzte Anlage mit vielen Palmen, die sofort Urlaubsstimmung aufkommen lassen.
Pools, Liegen und Strandalltag
Ein großer Teil unseres Urlaubs hat sich natürlich rund um die Pools abgespielt, und dort gibt es einiges zu erzählen – vor allem, wenn man wie wir mit Kind unterwegs ist und gerne einen festen Platz in Poolnähe hat. Am Hauptpool muss man morgens tatsächlich sehr schnell sein, wenn man eine der begehrten Liegen mit dem besten Blick über die Anlage und das Meer ergattern möchte. Offiziell dürfen die Liegen nicht reserviert werden, und das wird vom Hotelteam auch streng überwacht, denn Handtücher, die einfach nur hingelegt werden, werden konsequent wieder eingesammelt.
Praktisch läuft es so ab, dass ab etwa 7:15 Uhr Frühstück angeboten wird und spätestens gegen 9:00 Uhr alle Liegen am Hauptpool belegt sind, weshalb oft ein Familienmitglied schon früh am Pool wartet, während die anderen sich im Zimmer fertig machen oder frühstücken. Bis etwa 10:30 Uhr sollen eigentlich keine Liegen reserviert werden, was einerseits fair ist, andererseits aber dafür sorgt, dass man selbst dazu neigt, schnell zu frühstücken und sich ein wenig zu beeilen, um noch einen guten Platz zu bekommen. Der Hauptpool ist auf ungefähr 26 Grad beheizt und dadurch auch bei etwas kühlerem Wetter gut nutzbar, was gerade Anfang Mai ein großer Vorteil ist.
Neben dem Hauptpool gibt es einen zweiten Poolbereich mit einem separaten Babypool, der deutlich entspannter und ruhiger wirkt. Der Babypool ist schön angelegt und etwa 70 Zentimeter tief und damit ideal für Kleinkinder, die planschen und spielen möchten. Direkt nebenan sitzt das Entertainment Team, das jeden Tag außer Sonntag ein Programm für Kinder anbietet, bei dem gemalt, gebastelt und gespielt wird. Die Betreuung ist offiziell ab 4 Jahren vorgesehen, jüngere Kinder können aber ebenfalls teilnehmen, müssen dann allerdings von den Eltern begleitet werden, was für Familien mit Kleinkind sehr praktisch ist.
Der zweite Pool liegt etwas näher zur Straße, sodass man hin und wieder Busse und Lastwagen vorbeifahren hört, was wir aber nie als wirklich störend wahrgenommen haben. In diesem Bereich fällt die üppige Grünanlage mit vielen Pflanzen und Palmen besonders positiv auf, was den Poolbereich sehr gemütlich wirken lässt. Insgesamt haben wir die meiste Zeit zwischen Hauptpool und Familienpool gewechselt, je nachdem, ob uns mehr nach Aussicht aufs Meer oder nach etwas mehr Ruhe war.
Der Strand beginnt direkt hinter der Hotelanlage, ist jedoch in den letzten Jahren laut unserem Eindruck sichtbar von der Natur zurückerobert worden. Das Wasser hat den Strand Stück für Stück schmaler gemacht, und wir hatten das Gefühl, dass in ein paar Jahren wohl nicht mehr allzu viel davon übrig sein wird, auch wenn der aktuelle Abschnitt noch gut nutzbar ist. An Strand und Pools sind tagsüber Bademeister im Einsatz, und die beiden Mitarbeiter an den Pools wirkten sehr aufmerksam und hatten den Bereich gut im Blick. Am Strand dagegen schien der Bademeister mehr mit dem Smartphone beschäftigt zu sein als mit dem Wasser, was aus unserer Sicht bei einem offenen Meer mit Strömungen und möglichen Notfällen etwas unverantwortlich wirkt. Hier hätten wir uns eindeutig mehr Aufmerksamkeit gewünscht.
Unser Familienzimmer mit Meerblick
Gebucht hatten wir ein Familienzimmer mit Meerblick, das etwas mehr kostet, sich aus unserer Sicht aber definitiv gelohnt hat. Unser Zimmer mit der Nummer 144 war außergewöhnlich groß, sehr schön gestaltet und dabei perfekt gelegen, denn wir waren in wenigen Schritten am Pool, an den Restaurants und am Strand. Schon beim ersten Betreten des Zimmers stand für uns fest, dass wir uns hier sehr wohlfühlen würden und dass man im Zweifel auch den ein oder anderen Schlechtwetter Tag problemlos im Zimmer verbringen könnte.
Das Zimmer bestand aus einem Durchgangszimmer mit zwei Einzelbetten und einem zweiten Zimmer mit großem Doppelbett, Balkon und Fernseher, was für Familien mit Kind sehr praktisch ist. Besonders beeindruckend fanden wir den Balkon mit direktem Meerblick und seitlichem Blick auf den Pool sowie ein großes Panoramafenster zur Seite, durch das man gleichzeitig Berge, Stadt, Pool und Meer sehen konnte. Dazu kamen zwei Badezimmer, beide mit Dusche, Waschbecken und Toilette, sodass man sich morgens nicht in die Quere kam. Die Einrichtung war modern, sauber, mit Dekoration, Bildern und Tischen sehr stimmig und wirkte weder abgewohnt noch kalt.
Für unser Kleinkind war das Zimmer ideal, weil es sehr viel Platz zum Laufen und Spielen bot, ohne dass man ständig Angst haben musste, dass irgendwo gefährliche Kanten oder Stolperfallen lauern. Auf Anfrage bekamen wir ein Babybett, das unseren Ansprüchen vollkommen entsprach, auch wenn wir das theoretisch schon vorab hätten anfragen können. Die Minibar ist im All Inclusive Tarif enthalten und wird auf Wunsch täglich aufgefüllt, was wir besonders bei Wasser sehr zu schätzen wussten. Standardmäßig standen bei uns jeweils zwei Dosen Cola, zwei Dosen Cola Zero, zwei Dosen Fanta ohne Kohlensäure, auf Wunsch zwei Dosen Bier und vier Flaschen stilles Wasser mit 0,5 Liter bereit, wobei man beim Auffüllen auch einfach nach mehr fragen konnte.
Ein großer Pluspunkt war die sehr gute Verdunkelung des Zimmers, die vor allem für den Mittagsschlaf unseres Kindes Gold wert war. Hinter der Balkontür gab es eine Schiebewand mit kleinen Löchern, die das Schlafzimmer auch tagsüber sehr dunkel gemacht hat, während das zweite Zimmer mit dem Panoramafenster über blickdichte Rollos verfügte. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt allerdings die Hellhörigkeit zu den Nachbarzimmern, denn abends, wenn wir bereits früh im Bett lagen, haben wir manchmal gehört, wie nebenan Möbel über den Boden geschoben wurden oder sich die Nachbarn unterhielten. Hier heißt es gegenseitig Rücksicht nehmen, dann ist es aber gut auszuhalten.
App, Service und Kommunikation mit dem Hotel
Das Hotel setzt stark auf digitale Unterstützung, was im Alltag meist sehr praktisch ist, uns aber auch ein wenig Nerven gekostet hat. Über die Hotel App kann man unter anderem einen elektronischen Schlüssel für das Zimmer hinterlegen und so die Tür bequem mit dem Smartphone öffnen, was wunderbar funktioniert, solange die Technik mitspielt. Bei uns lief es ein paar Tage problemlos, bis die App plötzlich den Schlüssel nicht mehr erkannt hat und ich ohne Karte vom Pool zum Zimmer gelaufen bin, nur um festzustellen, dass ich vor verschlossener Tür stand und wieder zurück musste, um eine physische Karte zu holen. Gut gemeinte Technik, die in solchen Momenten eher Frust als Komfort bringt.
Über die App lassen sich außerdem Reservierungen für die Hotelrestaurants vornehmen, die Minibar auffüllen oder frische Handtücher anfordern, was den Alltag im Resort deutlich erleichtert. Es gibt zusätzlich einen WhatsApp Kanal zur Rezeption, über den man ebenfalls Wünsche platzieren kann, und die Reaktionszeiten lagen nach unserer Erfahrung meist bei etwa 1 bis 3 Stunden, was grundsätzlich in Ordnung ist. Allerdings wurden bestätigte Wünsche gelegentlich einfach vergessen, sodass wir am Ende oft doch lieber direkt vom Zimmertelefon aus die Null gewählt oder persönlich an der Rezeption vorbeigeschaut haben, wo wir stets sehr zügig Hilfe bekommen haben.
Die App ist übersichtlich gestaltet, allerdings wird man beim Start von recht viel Werbung begrüßt, was anfangs etwas nervig war. Während unseres Aufenthalts gab es ein Update, das zumindest einen Knopf eingeblendet hat, mit dem man alle Werbebanner auf einmal schließen konnte, was die Nutzung deutlich angenehmer gemacht hat. Ein Feature, das wir uns zusätzlich gewünscht hätten, wäre die Möglichkeit, Getränke direkt an die Poolliege zu bestellen, so wie wir es aus einem anderen Hotel auf Rhodos kennen. Im Alltag war das aber kein großes Problem, weil die Servicekräfte ohnehin regelmäßig von Liege zu Liege gegangen sind und Bestellungen schnell aufgenommen haben.
Der Service insgesamt war sehr bemüht und freundlich, manchmal aber zu Beginn der Saison noch ein wenig unkoordiniert. Gerade in den ersten Urlaubstagen passierte es, dass Bestellungen, die aufgenommen wurden, anschließend irgendwo auf dem Weg verloren gingen, was wir darauf zurückführen, dass das Hotel erst kurz vor unserem Aufenthalt geöffnet hatte und teils neues oder saisonales Personal im Einsatz war. Im Laufe unseres Aufenthalts wurde das spürbar besser, und am Ende ging kaum noch eine Bestellung verloren, weil sich das Team offensichtlich eingespielt hatte.
Essen, Buffet und All Inclusive plus
Wenn wir an das Grecotel Luxme White Palace zurückdenken, dann denken wir automatisch an sehr gutes, abwechslungsreiches Essen und an ein All Inclusive plus, das diesen Namen wirklich verdient. Schon beim Frühstücksbuffet, das ab 7:15 Uhr geöffnet ist, bis hin zum Abendbuffet ab 18:30 Uhr ist die Auswahl groß und vielfältig, und wer früh da ist, genießt die größte Ruhe und die beste Auswahl. Zu den Stoßzeiten wird es im Buffet Restaurant allerdings sehr laut, und die Musik wurde teilweise so weit aufgedreht, dass wir froh waren, einen ruhigeren Platz im kleineren Außenbereich mit Blick aufs Meer und das Tavernaki Restaurant zu finden.
Hochstühle für Kinder sind ausreichend vorhanden, was für Familien sehr hilfreich ist, allerdings ist die Sauberkeit im Restaurantbereich aus unserer Sicht noch ausbaufähig. Manchmal wurden Tische nicht gründlich genug gewischt, und hin und wieder hatten Tassen noch leichte Reste vom Spülgang, was in einem Haus dieser Kategorie nicht dramatisch, aber eben auffällig ist. Sehr positiv fanden wir das flexible Kinderessen: An der Rezeption kann man sich einen Zettel abholen, auf dem man einträgt, was das Kind wann essen soll, und die Küche bereitet dieses Essen dann passend vor, sogar pürierte Kost für Babys ist möglich. In der Hochsaison gibt es laut Hotel zudem ein eigenes Kinderbuffet im Buffetrestaurant, das während unseres Aufenthalts Anfang Mai allerdings noch geschlossen war.
Das All Inclusive plus Angebot ist extrem vielfältig, insbesondere im Bereich der Getränke und Cocktails. Die Cocktailkarte an den Bars ist umfangreich und wird mit hochwertigem Markenalkohol umgesetzt, nicht mit billigen Ersatzprodukten, was man auch geschmacklich deutlich merkt. Alles ist bereits im Preis enthalten, und die Cocktails werden mit viel Liebe und kreativ angerichtet zubereitet, was wir sehr genossen haben, auch wenn die Waage nach dem Urlaub ein paar Kilo mehr angezeigt hat.
Rund um den Hauptpool gibt es quasi den ganzen Tag über Eis, Crêpes und Waffeln, die ebenfalls im All Inclusive Angebot enthalten sind. Das Eis ist geschmacklich wirklich außergewöhnlich gut, und unser absoluter Favorit war eindeutig Strawberry Cheesecake, den wir mehr als einmal nachgeholt haben. Insgesamt ist die kulinarische Seite des Hotels ein echtes Highlight und ein Grund, warum wir jederzeit wiederkommen würden.
À la carte Restaurants: Asia White, Tavernaki und der Italiener
Ein echtes Erlebnis sind die À la carte Restaurants, die (fast) alle direkt am Meer liegen und bei gutem Wetter eine traumhafte Kulisse bieten. Wichtig zu wissen ist, dass man hierfür unbedingt rechtzeitig reservieren muss, oft bereits Wochen vor der Anreise, da spontane Besuche kaum möglich sind. Ich habe schon lange vor unserem Aufenthalt regelmäßig in der App nach freien Slots geschaut und sofort gebucht, wenn ein Platz frei wurde, manchmal auch weil offensichtlich wieder eine bereits belegte Reservierung freigeworden ist. Das Lobster Restaurant öffnet erst in der Hauptsaison, allerdings sind die Gerichte von dort auch im Restaurant The White verfügbar, das allerdings nur für Gäste ab 12 Jahren zugänglich ist, sodass Kinder dort nicht gestattet sind.
Das Asia White haben wir gleich zweimal besucht, weil uns die Kombination aus spektakulärer Lage und sehr guter Küche begeistert hat. Abends sitzt man hier direkt am Mittelmeer, sieht den Sonnenuntergang und kann schon am Nachmittag beobachten, wie die Köche ab etwa 15:00 Uhr die Zutaten vorbereiten. Auf der Speisekarte wählt man nur das Hauptgericht, die Vorspeisen kommen als bunter Mix an den Tisch, was uns sehr gut gefallen hat. Absolut empfehlen können wir den Lachs und die knusprige Ente als Hauptgänge, die geschmacklich und von der Präsentation her wirklich auf hohem Niveau sind. Für den Restaurantbesuch werden etwa 1,5 Stunden eingeplant, aber niemand schaut dabei auf die Uhr, und wir sind jedes Mal kugelrund und sehr zufrieden wieder hinausgerollt.
Auch das Tavernaki Restaurant können wir aus voller Überzeugung empfehlen. Hier wählt man im Grunde nur die Getränke, alles andere kommt nach dem Motto von allem etwas auf den Tisch. Die Vorspeisen sind bereits üppig, und beim Hauptgang wird noch einmal eine große Schippe draufgelegt, unter anderem mit Fleisch, Pita und Wolfsbarsch, der draußen auf einer Feuerstelle live zubereitet wird, während man zuschaut. Die Atmosphäre ist locker und authentisch, und sogar der Chefkoch kommt zwischendurch an den Tisch und erkundigt sich mit einem Lächeln, ob die Portionen ausreichen, was wir nur ebenso lächelnd und eindeutig mit Ja beantworten konnten. In der Hochsaison hat das Tavernaki mittags ab 13:00 Uhr geöffnet, während unseres Aufenthalts war es jedoch nur abends geöffnet.
Der Italiener im Hotel fällt im Vergleich nicht durch riesige Portionen, sondern durch sehr hohe Qualität und eine wunderschöne Präsentation der Speisen auf. Hier wählt man tatsächlich Vorspeise, Hauptgericht und Dessert à la carte, und ich kann insbesondere das Kalbsschnitzel empfehlen. In der App sind die Speisekarten in englischer Sprache einsehbar, im Restaurant selbst haben wir auf Wunsch eine deutsche Speisekarte in Papierform bekommen, bei der die Übersetzung für mein Gericht zwar etwas irreführend war, was aber am Ende kein Problem dargestellt hat. Insgesamt waren alle drei À la carte Restaurants ein Highlight unseres Urlaubs und ergänzen das Buffet perfekt.
Gäste, Atmosphäre und kleine Extras
Das Publikum im Grecotel Luxme White Palace haben wir als durchweg angenehm wahrgenommen. Am Pool ist es trotz vieler Kinder erstaunlich ruhig und entspannt, und wir haben uns zu keinem Zeitpunkt von lautem Verhalten oder unangenehmen Gästen gestört gefühlt. Durch den eher hohen Preis für Übernachtungen bleibt das Hotel offenbar von extrem negativ auffallenden Gästen verschont, und so trifft man vor allem auf junge Familien sowie ältere Paare, wodurch alle Altersklassen vertreten sind.
Ein besonderes Highlight waren die vielen kleinen Extras, die man im Alltag fast nebenbei wahrnimmt, die das Wohlbefinden aber deutlich steigern. So gibt es in der Nähe des Hauptpools fast den ganzen Tag über Eis, Crêpes und Waffeln, es stehen immer ausreichend Handtücher zur Verfügung und das Housekeeping bringt täglich neue Handtücher, Duschhandtücher, Badehandtücher und Fußmatten in mehr als ausreichender Menge, ganz ohne zusätzliche Gebühr. Die Mitarbeiter am Hauptpool waren zudem extrem aufmerksam, erkannten nach kurzer Zeit unsere Lieblingsgetränke und fragten nur noch, ob wir eine neue Runde möchten, sodass die Gläser fast wie von selbst voll waren.
Für Familien mit Kleinkind sind kleine Dinge oft besonders wichtig, und auch hier hat das Hotel gut abgeliefert. Auf Nachfrage bekamen wir für unseren Sohn sehr schnell einen Tritthocker für das Waschbecken ins Zimmer gebracht, was den Alltag im Bad deutlich erleichtert hat. Am Muttertag hat jede Frau beim Frühstück eine Blume in die Hand gedrückt bekommen und unsere Reinigungskraft hat uns auf dem Bett mit den Strandhandtüchern ein Herz gezaubert, was ein sehr liebevolles Detail war, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Shop, Fitnessraum und der Blick auf die Details
Im Außenbereich des Hotels gibt es einen kleinen Shop gegenüber vom Asia White Restaurant, der im Grunde alles bereithält, was man im Urlaub mal schnell braucht. Von Badespielzeug über Hygieneartikel bis hin zu Souvenirs ist alles dabei, und wir haben dort für unseren Sohn einen Ball und für unseren Kühlschrank einen neuen Magneten gekauft. In einem Notfall habe ich dort sogar eine Pinzette bekommen, um einen Insektenstachel zu entfernen, und die Preise empfanden wir als angemessen und nicht überzogen. Wer noch mehr Auswahl möchte, findet direkt gegenüber der Hotelanlage einen weiteren kleinen Laden.
In der Nähe des Shops liegt auch der Fitnessraum, der ausreichend groß ist und viele Geräte bereithält, sodass sportlich Ambitionierte durchaus auf ihre Kosten kommen könnten. Während unseres gesamten Aufenthalts haben wir allerdings niemanden dort trainieren sehen und waren mit Kleinkind selbst zu keiner Minute motiviert, das Fitnessangebot zu nutzen, auch wenn wir das angesichts der sehr üppigen und leckeren Speisen eigentlich hätten tun sollen. Für alle, die gerne Sport machen, ist das Angebot jedoch wirklich gut und inklusive Umkleidebereich absolut ausreichend.
Am Gebäude selbst sieht man von außen an einigen Stellen, dass die Fassade durch das salzhaltige Meerwasser bereits ein wenig gelitten hat. Das ist jedoch weder schlimm noch wirklich störend, sondern eher ein optisches Detail, das man an vielen Häusern direkt am Meer findet und das den Gesamteindruck keineswegs beeinträchtigt.
Rethymno und Umgebung mit Kind entdecken
Neben Pool und Meer wollten wir auch ein wenig von der Insel sehen, und dafür eignet sich die Nähe zu Rethymno perfekt. Die Stadt liegt nur eine kurze Autofahrt entfernt und bietet mit ihrer venezianisch geprägten Altstadt, der Festung und den engen Gassen einen sehr schönen Kontrast zum Hotelalltag. Besonders positiv war, dass man Rethymno mit Buggy sehr gut erkunden kann und wir am unteren Ende der Festung günstige Parkplätze gefunden haben, was die Ausflugsplanung deutlich entspannt.
Ein weiterer Ausflug, den wir absolut empfehlen können, ist Reptisland bei Melidoni, das wir auf unserem Weg nach Melidoni besucht haben. Reptisland ist ein kleines, inhabergeführtes Reptilienland, in dem man auf kleinem Raum eine erstaunliche Vielfalt an Tieren findet, unter anderem Schlangen, Echsen, Schildkröten und auch Spinnen, und in dem der Besitzer mit spürbarer Leidenschaft von seinen Tieren erzählt. Viele der Tiere kann man aus nächster Nähe erleben, einige sogar vorsichtig halten oder anfassen, was besonders für Kinder ein riesiges Highlight ist und ihnen hilft, Berührungsängste mit Reptilien abzubauen. Der Eintritt liegt bei etwa 5 Euro pro Person und ist aus unserer Sicht jeden Cent wert, weil man sich Zeit lassen kann, viele Erklärungen bekommt und ganz nebenbei auch noch die Pflegearbeit für diese Tiere unterstützt. Für uns war Reptisland so beeindruckend, dass ich darüber gerne noch einen eigenen Blogartikel schreiben möchte, aber schon an dieser Stelle können wir sagen, dass es einer unserer liebsten Ausflugstipps für Familien mit Kind auf Kreta war.
Ein Abend auf der Agreco Farm
Ein absolutes Highlight unseres Urlaubs war der Ausflug zur Agreco Farm, der für Gäste mit All Inclusive Buchung einmal kostenfrei inklusive ist und den wir wirklich jeder Familie ans Herz legen würden. Die Farm liegt etwa 10 Minuten vom Hotel entfernt, und man kann entweder mit einem Shuttlebus fahren, der etwa 10 Euro pro Person kostet, oder wie wir mit einem Mietwagen selbst anreisen.
Wir wurden auf der Farm sehr herzlich empfangen und zunächst etwa eine Stunde über das Gelände geführt, bevor es zu einem ganz besonderen Abendessen ging. Die Agreco Farm vermittelt auf sehr anschauliche Weise, wie traditionelle kretische Landwirtschaft funktioniert, mit Olivenölpresse, Weinpresse, Tieren und einem Mini Zoo und setzt dabei konsequent auf biologische Produkte, aus denen später die Gerichte für das Abendessen zubereitet werden. Man sitzt auf einer Terrasse mit wunderschönem Blick über die Olivenhaine bis hin zur Küste und genießt ein kretisches Festmahl, das sowohl kulinarisch als auch atmosphärisch lange im Gedächtnis bleibt.
Gerade für Kinder ist die Farm ein tolles Erlebnis, weil sie die Tiere aus nächster Nähe sehen und die Erwachsenen gleichzeitig einen sehr authentischen Einblick in die kretische Küche und Lebensweise bekommen. Für uns hat sich dieser Abend wie ein kleiner Urlaub im Urlaub angefühlt und war einer der Momente, die für uns den Charakter dieses Grecotel Angebots besonders gut widerspiegeln.
An der Farm selbst wurden wir sehr herzlich empfangen und zunächst etwa eine Stunde in einer kleinen Gruppe über das Gelände geführt, mit mehreren Stationen, an denen uns erklärt wurde, wie früher mit zum Teil mittelalterlichen Maschinen geerntet und gearbeitet wurde. Unterwegs haben wir immer wieder Kleinigkeiten probiert, unter anderem Honig, Käse, Kartoffeln, Tomaten, Gurken und noch einige andere Hausmannskost direkt von der Farm, alles in Bio Qualität und mit viel Liebe zubereitet. Besonders schön war der Teil bei den Tieren, wo die Kinder einige Tiere sogar füttern durften und wir die Weinreben gesehen haben, aus denen später der eigene Wein entsteht, den wir natürlich auch probieren durften.
Mit Kleinkind ist diese Führung gut machbar, aber man sollte wissen, dass es bergab und bergauf geht und es immer wieder kurze Warte und Zuhörphasen gibt, für die kleinere Kinder nicht immer die größte Geduld mitbringen. Wir haben es aber gut geschafft und waren am Ende sehr froh, dass wir den Ausflug gemacht haben. Im Anschluss ging es in das offene Restaurant oben auf einem Hügel mit perfektem Blick über das Tal, wo nach der Getränkebestellung eine Vorspeise nach der anderen an den Tisch gebracht wurde. Ein guter Tipp ist hier, sich nicht zu früh satt zu essen, denn insgesamt haben wir fünf verschiedene Vorspeisen bekommen, bevor das Hauptgericht mit Fleisch, Kartoffeln, Tzatziki und Salat serviert wurde und zum Abschluss noch ein süßes Dessert und ein Obstteller auf uns gewartet haben. Wer hier nicht satt wird, ist wirklich selbst schuld.
Mit Kleinkind hat der Abend insgesamt etwas lange gedauert, trotzdem haben wir alle durchgehalten und sind gegen 21:15 Uhr satt und zufrieden zurück ins Hotel gefahren. Besonders beeindruckt hat uns, dass alles, was dort serviert wird, bio ist und geschmacklich auf einem Niveau liegt, für das man in Deutschland vermutlich einen ordentlichen Aufpreis zahlen würde, während es hier bereits in unserer All Inclusive Buchung enthalten war. Die Angestellten waren unglaublich freundlich, haben vorab nach Allergien und Sonderwünschen gefragt, darauf geachtet, dass wir wirklich alles probieren, und sich sichtbar über unser Feedback gefreut. Die Atmosphäre war sehr familiär und herzlich, und für zwei Gäste, die an diesem Abend Geburtstag hatten, wurde sogar von der ganzen Mannschaft und allen Gästen zusammen gesungen, was den Abend noch einmal besonderer gemacht hat. Wenn man diesen Ausflug plant, sollte man auf jeden Fall auf gutes Wetter achten und für den späteren Abend etwas wärmere Kleidung einpacken, da es nach Sonnenuntergang merklich frischer wird.
Begegnungen und Fazit für Familien mit Kleinkind
Was den Aufenthalt für uns zusätzlich besonders gemacht hat, waren die Menschen, die wir dort getroffen haben. Wir haben ein sehr sympathisches Paar aus Südtirol kennengelernt, das nach vielen Jahren zum zweiten Mal in diesem Hotel eingecheckt hat und sogar seine Flitterwochen dort verbringt, und auch bei diesem zweiten Besuch nicht enttäuscht war. Außerdem haben wir mehrere andere Paare mit Kleinkind getroffen, die alle sehr positiv über das Hotel und die gebotenen Leistungen gesprochen haben, was unser eigenes Bild bestätigt hat.
Im Großen und Ganzen möchten wir ein sehr positives Review unseres Urlaubs abgeben, insbesondere aus der Sicht einer Familie mit einem Kleinkind, die nach einem stressigen Alltag eine Auszeit im Paradies gesucht und auch gefunden hat. Natürlich gibt es kleinere Kritikpunkte wie die Hellhörigkeit der Zimmer, gelegentliche Aussetzer bei der Technik der App, die teilweise laute Geräuschkulisse im Buffetrestaurant und die eher halbherzige Aufmerksamkeit des Bademeisters am Strand. Dem gegenüber steht jedoch eine sehr freundliche und bemühte Belegschaft, ein ausgezeichnetes All Inclusive plus Konzept mit hochwertigen Getränken, richtig gutem Essen, wunderschöne Pools, ein tolles Familienzimmer mit Meerblick und viele liebevolle Details, die den Aufenthalt besonders machen.
Für uns war das Grecotel Luxme White Palace Anfang Mai 2026 genau das, was wir gebraucht haben, um als Familie mit Kleinkind abzuschalten, den Kopf frei zu bekommen und uns rundum verwöhnen zu lassen. Wir sind mit vielen schönen Erinnerungen, ein paar zusätzlichen Kilo vom guten Essen und dem Gefühl zurückgekehrt, dass wir hier nicht zum letzten Mal gewesen sind.
Über den Autor
Ich bin Chris, ein leidenschaftlicher Blogger, der gerne Geschichten aus Technik, Kultur und Alltag erzählt – immer mit einem Hauch Kreativität und Humor. Als IT-Administrator bringe ich fachliches Know-how ein, während meine Hobbys wie Fotografie, Drohnenfliegen und Naturerkundungen für vielseitige Perspektiven sorgen. Besonders liebe ich es, persönliche Erlebnisse und nostalgische Erinnerungen mit aktuellen Themen zu verbinden. Gemeinsam mit meiner Familie lebe ich in Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern, und teile meine Sicht auf die Welt – mal nachdenklich, mal unterhaltsam, aber immer authentisch.
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