Assassin’s Creed Black Flag Resynced – Warum dieses Remake seinen Vollpreis wert ist

Assassin’s Creed Black Flag Resynced – Mein persönlicher Karibiktraum

Ubisoft hat in den letzten Jahren nicht immer den besten Ruf gehabt, sei es durch müde Serienableger oder durch Diskussionen rund um Unternehmensentscheidungen. Trotzdem muss ich an dieser Stelle ganz klar sagen, dass sie mit Assassin’s Creed Black Flag Resynced für mich alles richtig gemacht haben. Ich bin seit vielen Jahren ein großer Fan der Reihe und habe seit Assassin’s Creed Origins alle großen Veröffentlichungen gespielt und beendet. Origins und Odyssey waren für mich persönliche Meisterwerke, Valhalla hat trotz geringerer Erwartungen positiv überrascht, während Mirage und Shadows für meinen Geschmack nicht mehr wirklich ins Schwarze getroffen haben. Bei Shadows hat man deutlich gemerkt, dass im Studio irgendetwas nicht rund läuft, das Spiel wirkte repetitiv und hat mich spielerisch irgendwann verloren, auch wenn es optisch durchaus schön war.

Umso spannender war für mich die Ankündigung, dass Ubisoft den Klassiker Assassin’s Creed IV Black Flag als Black Flag Resynced neu auflegt. Das Original aus dem Jahr 2013 hatte ich nie ernsthaft gespielt, obwohl es irgendwann in meiner Ubisoft Bibliothek gelandet ist. Als dann die ersten Trailer zur Resynced Version erschienen, war für mich sofort klar, dass hier mehr passiert als ein paar hübscher modellierte Steine. Man merkt sehr deutlich, dass es sich um eine intensive Neuauflage handelt, mit komplett überarbeiteten Grafikeffekten, moderner Beleuchtung und zusätzlichen Inhalten, die auf aktueller Hardware mit Raytracing und modernen Upscaling Technologien laufen.

Normalerweise warte ich bei neuen Spielen gerne auf einen Sale, aber Assassin’s Creed Black Flag Resynced erschien direkt zu Beginn meines Urlaubs und ich habe es zum Vollpreis gekauft, ohne zu zögern. Schon die ersten Minuten im Spiel haben gereicht, um mich zu überzeugen. Die Welt fühlt sich sofort richtig an: helle Strandkulissen, kleine Buchten, die Karibik mit ihrem offenen Meer, Schiffe und natürlich Piraten. Als langjähriger Fan von Fluch der Karibik hatte ich das Gefühl, nach Hause zu kommen. Die Stimmung ist karibische Piratenfantasie pur und gleichzeitig Assassin’s Creed durch und durch.

Technik und Performance – Mein Setup und was das Spiel fordert

Technisch ist Assassin’s Creed Black Flag Resynced eine echte Freude für moderne Gaming Hardware. Das Spiel ist ein vollständiges Remake des Originals und nutzt einen aktuellen Stand der Anvil Engine, inklusive umfangreicher Raytracing Effekte, dynamischem Wetter, moderner Beleuchtung und Unterstützung für aktuelle Upscaling Verfahren wie DLSS und FSR. Meine Nvidia RTX 5090 wird in diesem Titel ordentlich beschäftigt, was mich als Hardware Enthusiasten natürlich freut. Ich spiele in Ultra HD mit maximalen Details, aktiviertem Raytracing, DLSS beziehungsweise DLAA ohne Upscaling und zusätzlicher Multiframe Generation. Bei diesen Einstellungen läuft das Spiel in meinem Setup mit etwa 100 bis 120 Frames pro Sekunde und fühlt sich auf meinem 144 Hertz Monitor absolut flüssig an.

Natürlich geht das nicht auf jeder Maschine. Ubisoft empfiehlt für die höchsten Einstellungen in etwa die Leistungsklasse einer RTX 4090 oder vergleichbaren High End Grafikkarte, gepaart mit einer aktuellen CPU und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, wenn man 4K mit 60 Frames pro Sekunde, Ultra Preset und erweiterten Raytracing Optionen genießen möchte. Für niedrigere Presets und Full HD reichen deutlich kleinere Konfigurationen, etwa eine RTX 3060 mit einem Sechskern Prozessor und 16 Gigabyte RAM. Die Speicherauslastung fällt für ein modernes Remake mit rund 65 Gigabyte recht moderat aus und das Spiel setzt sinnvollerweise auf eine SSD, um die weitgehend nahtlosen Ladezeiten zu ermöglichen.

Zum Release gab es technisch ein paar Kinderkrankheiten, etwa Zwischensequenzen, die nur mit 30 Frames liefen, sowie einzelne Bugs, die bei manchen Spielern für Kritik und negative Bewertungen gesorgt haben. In meiner Praxis waren die Probleme aber überschaubar. Ich hatte über den gesamten Durchlauf nur einen Absturz, der durch die häufig gesetzten automatischen Speicherstände gut abzufedern war. Kaum war der Launch vorbei, hat Ubisoft mehrere Patches nachgeschoben und die auffälligsten Fehler sehr schnell behoben. Für mich überwiegt klar der positive Gesamteindruck gegenüber den anfänglichen technischen Schwächen.

Piratenfantasie und Weltgestaltung – Warum sich die Karibik hier lebendig anfühlt

Was mich an Assassin’s Creed Black Flag Resynced besonders begeistert, ist die Mischung aus offener Welt, Piratenfantasie und der typischen Assassin’s Creed Formel. Die Weltkarte ist anfangs noch verdeckt und lädt dazu ein, Stück für Stück neue Orte zu entdecken. Auf einen Blick sehe ich, welche Regionen ich noch besuchen muss und welche Aufgaben dort auf mich warten. Es macht einfach Spaß, versunkene Schätze aus Schiffswracks zu bergen, Festungen einzunehmen und sich durch versteckte Buchten und Inseln zu bewegen.

Zwischendurch fahre ich gerne einfach nur mit der Jackdaw über das Meer, genieße die Stimmung und lege mich mit britischen oder spanischen Schiffen an, um Ressourcen zu sammeln und mein Schiff weiter auszubauen. Der normale Schwierigkeitsgrad war für mich genau richtig, ich habe mich weder unterfordert noch überfordert gefühlt. Die Missionen wirken strukturiert, nachvollziehbar und bieten genug Abwechslung, ohne in extreme Herausforderungsspitzen zu kippen. Für mich war das perfekt, um zielgerichtet durch die Story zu gehen und gleichzeitig noch die Zeit zu haben, die Welt in Ruhe zu erkunden.

Ein echtes Highlight sind für mich die vielen kleinen Details in der Spielwelt, die einen vollständig in der Karibik und der Piratenwelt ankommen lassen. Am Strand lassen sich Schildkröten streicheln, Papageien füttern, die eigene Villa kosmetisch ausstatten, ohne dass man sich durch erzwungene spielerische Vorteile in eine bestimmte Richtung gedrängt fühlt. Die Atmosphäre ist überwiegend hell und freundlich, was ich persönlich sehr angenehm finde. In vielen Spielen dominiert eine düstere, dunkle Optik, bei der man kaum etwas erkennt und sein Zimmer stark abdunkeln muss. Hier kann ich jedes Detail bestaunen, gerade weil die Kulissen grafisch so aufwendig gestaltet sind.

Dass Ubisoft die riesige Sprachausgabe vollständig auf Deutsch synchronisiert hat, verdient ebenfalls Lob. Die Qualität der Sprecher passt zur emotionalen und abwechslungsreichen Story, die Edwards Vorgeschichte beleuchtet, seine Freundschaften zeigt und erklärbar macht, wie er zu dem wird, was man aus Assassin’s Creed 3 kennt. Die Hauptgeschichte und die zentralen Handlungen muss man aktiv verfolgen, sonst verliert man gerade nach längeren Phasen mit Nebenmissionen leicht den Faden. Mir ist es ein paar Mal passiert, dass ich durch Beutezüge und optionale Aufgaben von der Story abgewichen bin, aber ich habe immer schnell wieder in die Handlung zurückgefunden.

Spielmechanik, Progression und Motivation – Stealth oder Frontalangriff, du entscheidest

Spielmechanisch gibt Black Flag Resynced dem Spieler viel Freiheit, wie er Missionen angehen möchte. In den meisten Aufträgen kann man selbst entscheiden, ob man eher im Stealth Modus aus dem Schatten heraus agiert, Gegner eliminiert oder umgeht, oder ob man den Frontalangriff wählt und sich direkt in den Kampf stürzt. Die Fähigkeiten von Edward sind so ausgelegt, dass beide Varianten gut funktionieren und keine Extreme darstellen. Mir gefällt besonders, dass das Spiel mich nicht zwingt, eine bestimmte Herangehensweise zu wählen, sondern mir die Entscheidung überlässt.

Ein wichtiger Motivationsfaktor für mich war die Jackdaw. Ich hatte von Anfang an das Ziel, mein Schiff maximal auszubauen, weil das spürbare Vorteile in der Seeschlachten und bei anspruchsvolleren Gegnern auf See bringt. Dafür muss man allerdings entsprechende Karten in der Spielwelt finden, und mir fehlt immer noch eine Handvoll, um das Schiff komplett auszureizen. Das hält mich selbst nach rund 50 Stunden Spielzeit noch bei Laune, weil es mir Spaß macht, die letzten fehlenden Teile zu suchen und die Welt dafür weiter zu durchkämmen.

Zwischendurch habe ich testweise die Originalversion von Assassin’s Creed IV Black Flag aus 2013 installiert und die erste halbe Stunde gespielt. Der Vergleich zeigt deutlich, wie groß der Sprung zur Resynced Version ist. Schon damals war Black Flag grafisch stark, aber die neue Fassung setzt bei Texturqualität, Beleuchtung, Wasseroberflächen und Raytracing Effekten noch einmal mehrere Schippen oben drauf. Man merkt, dass hier keine schnelle Portierung, sondern eine ernst gemeinte Neuauflage entstanden ist.

Steam Deck, Cloud Saves und Mobilität – Assassin’s Creed auf der Couch

Ein Punkt, der mir persönlich wichtig ist, ist die Kompatibilität mit dem Steam Deck. Ich habe Assassin’s Creed Black Flag Resynced bewusst zum Vollpreis auf Steam gekauft, um eine saubere Integration mit der Plattform zu haben. Das Spiel ist offiziell für das Steam Deck verifiziert, die Speicherstände werden nativ in die Cloud geladen und die Synchronisation zwischen PC und Steam Deck funktioniert bei mir absolut zuverlässig. Bei Shadows war das nicht der Fall, dort gab es Probleme mit den Speicherständen und der Kompatibilität, was mir das Spielerlebnis auf dem Handheld deutlich vermiest hat.

Auf dem Steam Deck spiele ich abends auf der Couch gerne kleinere Missionen, während im Hintergrund eine Serie läuft. Grafisch sieht das natürlich deutlich einfacher aus als auf meinem High End PC Setting, aber das ist völlig in Ordnung, wenn man seine Erwartungen entsprechend einordnet. Mit etwa 30 bis 45 Frames pro Sekunde, aktivierter AMD FSR Upscaling Lösung und ausgewogenem Preset lässt sich das Spiel sehr angenehm spielen. Vsync habe ich deaktiviert, um nicht unnötig Frametimes zu verschlechtern, und konzentriere mich eher auf das flüssige Gesamterlebnis. Wer bereit ist, bei Details und Effekten ein paar Abstriche zu machen, bekommt auf dem Steam Deck ein vollwertiges Assassin’s Creed Erlebnis für unterwegs.

Auf dem großen PC lohnt sich dagegen der volle Genuss der Strände, Kulissen und der Unterwasserwelt. Gerade mit aktiviertem Raytracing stechen die Spiegelungen in Pfützen und auf nassen Oberflächen hervor und verleihen der Karibikwelt zusätzlich Tiefe. Meine RTX 5090 ist bei meinen Einstellungen vollständig ausgelastet, das Spiel bringt die Karte also durchaus ins Schwitzen, ohne dabei instabil zu werden.


Am Ende bleibt für mich vor allem eines: Assassin’s Creed Black Flag Resynced hat mir ein Spielerlebnis geliefert, das ich Ubisoft durchaus dankbar bin. Das Spiel ist seinen Vollpreis in meinen Augen absolut wert, gerade weil es eine gelungene Mischung aus bewährter Assassin’s Creed Formel und moderner Technik bietet. Statt eines weiteren neuen Teils, bei dem ich nach wenigen Stunden die Lust verliere, bekomme ich hier einen aufgefrischten Klassiker, der mich mit seiner Welt, Story und Spielmechanik lange bei der Stange hält. Ich hoffe sehr, dass sich das nächste große Assassin’s Creed wieder so positiv abhebt wie Black Flag Resynced und kann jedem Fan der Reihe nur nahelegen, dieses Remake zu kaufen und zu genießen. Es wird sich lohnen.

Über den Autor

Ich bin Chris, ein leidenschaftlicher Blogger, der gerne Geschichten aus Technik, Kultur und Alltag erzählt – immer mit einem Hauch Kreativität und Humor. Als IT-Administrator bringe ich fachliches Know-how ein, während meine Hobbys wie Fotografie, Drohnenfliegen und Naturerkundungen für vielseitige Perspektiven sorgen. Besonders liebe ich es, persönliche Erlebnisse und nostalgische Erinnerungen mit aktuellen Themen zu verbinden. Gemeinsam mit meiner Familie lebe ich in Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern, und teile meine Sicht auf die Welt – mal nachdenklich, mal unterhaltsam, aber immer authentisch.

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