Eine faszinierende Muräne lugt aus ihrer Felsenversteck hervor – ein charakteristisches Bild dieser geheimnisvollen Meeresbewohner. Muränen (Familie Muraenidae) gehören zu über 200 bekannten Arten und sind aalartige Knochenfische, die in flachen tropischen und subtropischen Meeren verbreitet sind. Mit ihrem langgestreckten, schuppenlos und muskulösen Körper ähneln sie Schlangen und erreichen Längen zwischen 17 Zentimetern und vier Metern.
Diese faszinierenden Raubfische sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber in Felsenspalten, Höhlen und Korallenlöchern, von wo aus sie mit ihrem charakteristisch weit geöffneten Maul ihre Umgebung beobachten. Das kontinuierliche Öffnen und Schließen des Mauls ist jedoch keine Drohgebärde – es ist ihre natürliche Atembewegung, da Muränen keine Kiemendeckel besitzen und auf diese Weise Wasser über ihre seitlich gelegenen Kiemenöffnungen pumpen müssen. Mit Einbruch der Dunkelheit verlassen Muränen ihr Versteck, um auf Nahrungssuche zu gehen. Dabei hilft ihnen ein außerordentlich guter Geruchssinn, um Fische, Krebstiere und Tintenfische aufzuspüren. Ein einzigartiges Merkmal ist ihr Doppelgebiss – neben den scharfen Zähnen im Kiefer besitzen Muränen ein spezialisiertes inneres Zahngebiss im Rachen, das es ihnen ermöglicht, Beute besonders effektiv zu fangen und zu verschlingen. © Christian Mrotzek / cmace.de
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