EA FC 26 auf Nintendo Switch 2: Warum diese Switch-Version besser ist als der PC-Flop

Ein Blick zurück: Mein Weg mit Fußballspielen

Meine Gaming-Leidenschaft in Jugendjahren war eng mit Fußballspielen verbunden, aber mit einer Besonderheit: Ich war nie der hardcore PES- oder FIFA-Spieler, der täglich stundenlang in der Online-Liga zockt und sich jede neue Kartenmechanik zu Gemüte führt. Mein Fokus lag immer auf der Reihe „Pro Evolution Soccer", weil mir das Gameplay einfach besser gefiel. Es wirkte weniger arcade-like, mehr kontrolliert und strategisch durchdacht. Ich wollte nur eine lockere Runde nach der Schule spielen, nicht zum Profigamer werden.

Dann kam irgendwann die Ernüchterung: Die PES-Reihe verlor ihre Bedeutung, wurde zu eFootball, verwandelte sich in ein Free-to-Play-Spiel und ist heute praktisch tot. Gleichzeitig dominierte EA mit FIFA die Konsolen, und ich zog mich aus dieser Welt zurück. Vielleicht war ich auch einfach alt genug geworden, um andere Hobbys zu haben. Fußballspiele? Nicht mehr mein Ding.


Die PC-Katastrophe: Warum EA FC 26 am Computer ein Flop ist

Dieses Gefühl änderte sich Ende letzten Jahres, als ich mir Battlefield 6 kaufte und gleichzeitig ein EA Play-Abo abschloss. Plötzlich hatte ich Zugang zu EA FC 26 auf dem PC und dachte mir: Warum nicht mal probieren, was die aktuelle Version kann? Die Antwort war schnell gegeben – absolute Desaster. Die Steam-Bewertungen sind nicht umsonst unterirdisch.

Das größte Problem ist das EA-AntiCheat-System. Für viele Spieler, mich eingeschlossen, ist dieses System nicht einfach nur nervig – es ist ein gamebreaker. Das Spiel blockiert den Launch vollständig, Spieler sitzen auf dem Ladebildschirm fest und sehen die Fehlermeldung „Das Spiel hat eine unerwartete Fehlermeldung verursacht". Stundenlange Recherchen, Treiber-Updates, Windows-Reparaturen – alles bringt nichts. Seitdem meide ich die PC-Version wie die Pest.

Wer es bis ins Spiel schafft, trifft auf das nächste Problem: Input-Lag und Mikroruckler, die das Spiel unspielbar machen. Das ist besonders frustrierend, denn wir reden hier von Systemen mit RTX 4090, also von absoluten High-End-Maschinen. Wenn selbst dort permanente Verzögerungen und Bildraten-Einbrüche auftreten, ist die PC-Version technisch gescheitert. EA hat es hier einfach vergeigt.


Die Nintendo Switch 2: Ein großer Sprung nach vorne

Die alte Switch-Generation war für EA Sports FC nie wirklich zufriedenstellend. Das System wurde entwickelt und dann, Jahr für Jahr, nur noch Inhalts-Updates ohne echte Verbesserungen geliefert. Das lag schlicht daran, dass die Hardware keine Chance gab, echte Grafiksprünge zu machen. Jedes Jahr sah das Spiel fast identisch aus – die Animationen blieben arcadige, die Grafik verschwommen, die Texturen weich.

Mit der Nintendo Switch 2 hat sich das fundamental geändert. Endlich konnte EA echte technische Fortschritte in die Konsole packen. Das Wichtigste: Die Switch 2-Version nutzt jetzt vollständig die Hypermotion V-Technologie mit der modernen Frostbite-Engine. Das ist nicht einfach nur ein neuer Name – das sind echte, spürbare Unterschiede in der Spielweise und Optik. Die Spielerbewegungen wirken nun realistisch und flüssig, die Animationen haben Gewicht und Intention. Das war die größte Verbesserung gegenüber der alten Switch.

Interessanterweise scheinen viele Rezensenten und Spieler mit den 30 Frames pro Sekunde auf der Switch 2 deutlich weniger zu kämpfen als auf dem PC. Der Grund ist einfach: Die Erwartungshaltung ist anders. Nutzer verstehen, dass eine Hybrid-Konsole Kompromisse braucht. Die grafischen Verbesserungen sind so massiv, dass die niedrigere Framerate akzeptabel wirkt. Vor allem in handheld mode ist das ein massives Plus. Auf der PC-Version wird dagegen die Ultimate Team-Monetarisierung heftig kritisiert – auf der Switch 2 ist das weniger ein Thema, weil die Community hier weniger auf hardcore Online-Grinding aus ist. Das macht das Spiel einfach entspannter.


Meine praktische Erfahrung mit der Switch 2-Version

Kurz vor Weihnachten habe ich zugeschlagen und mir EA FC 26 für die Nintendo Switch 2 gekauft – für gerade mal 28 Euro. Seitdem spiele ich regelmäßig ein paar Runden und muss sagen: Diese Version hat mich nicht enttäuscht. Im Gegenteil.

Das Gameplay funktioniert ordentlich, ohne dabei zu viele Kompromisse zu machen. Die Ballannahmen fühlen sich kontrolliert an, die Spielerentwicklung ist merklich realistischer als früher auf der alten Switch. Die KI-Positionierung ist nicht zu übertrieben, die Verteidiger halten ihre Linie und reagieren taktisch nachvollziehbar. Es gibt auch mehr physikalische Fehler im Spiel, was alles natürlicher wirken lässt. Grafisch ist es beeindruckend: Texturen sind detailliert, die Spielermodelle haben Charakter, die Lichtstimmung in den Stadien ist wirklich atmosphärisch. Ja, Zuschauerdetails sind hier und da reduziert und manche Schatteneffekte wirken nicht ganz so fein wie auf der PS5 – aber das ist nicht das Problem.

Die 30 Frames pro Sekunde sind tatsächlich nicht störend. Und das ist das Wichtigste: Die Bildrate läuft konstant, es gibt keine Ruckler und Einbrüche wie auf der alten Switch. Die Frametime ist sauber und das macht das Spiel auch bei schnellen Aktionen wie Strafraum-Szenen angenehm spielbar. Wer direkt von der PS5-Version kommt, wird den Unterschied merken – aber wer auf der alten Switch zockt, wird den Sprung lieben.

Die Ladegeschwindigkeiten sind akzeptabel – nicht blitzschnell, aber auch nicht nervig. Die Menü-Navigation ist flüssig genug. Und das Wichtigste: Nach einem langen Arbeitstag ist eine runde EA FC 26 im Handheld-Modus auf der Couch absolut das richtige Tempo. Kein Stress, kein Grinding, einfach nur entspannter Fußball.


Warum diese Version trotz ihrer Limitierungen gut ist

Es ist wichtig zu verstehen, dass EA FC 26 auf der Switch 2 nicht versucht, die PS5-Version zu sein – und das ist genau richtig so. Es ist eine intelligente Anpassung an die Hardware und vor allem an die Nutzer-Community. Die Switch 2 wird von Casual-Gamern gespielt, Menschen die unterwegs spielen oder abends entspannen wollen. Diese Zielgruppe interessiert sich weniger für die Ultimate Team-Monetarisierung als die PC- oder PS5-Gamer. Sie wollen ein vollständiges Fußballspiel mit guten Animationen und stabilem Gameplay – und genau das bekommen sie hier.

Die technischen Kompromisse sind minimal für das, was man bekommt. Ja, 30 Frames sind weniger als 60, aber sie sind stabil. Ja, die Grafik ist nicht auf PS5-Niveau, aber die Sprünge zur alten Switch sind so massive, dass das komplett in den Hintergrund rückt. Und ja, es gibt kein Crossplay – aber wer auf der Switch 2 spielt, ist sowieso eher offline unterwegs oder spielt gegen Freunde im Handheld-Modus.

Preislich ist das Spiel auch sehr fair: Für 28 Euro bekommst du ein vollständiges, modernes Fußballspiel mit allen Features. Das ist deutlich weniger als die 70 Euro für die PS5-Version und trotzdem technisch viel besser als die alte Switch-Version. Das ist wirklich ein gutes Angebot.


Fazit: Eine klare Empfehlung

EA FC 26 auf der Nintendo Switch 2 ist ein verdammt gutes Spiel für Casual-Spieler und alle, die unterwegs oder entspannt auf der Couch zocken wollen. Die neuen Technologien wie Hypermotion V und die Frostbite-Engine machen wirklich einen spürbaren Unterschied. Das Gameplay ist solide, die Performance ist stabil und die grafischen Verbesserungen gegenüber der alten Switch sind so massiv, dass die 30 Frames nicht relevant werden.

Wenn du noch überlegen solltest, ob du die Switch 2-Version holen sollst: Ja, definitiv. Die 28 Euro sind eine Investition in einen entspannten, stabilen Fußball-Simulator, der wirklich funktioniert. Die einzige Warnung: Kaufe dir nicht die alte Switch 1-Version. Diese ist veraltet, sieht furchtbar aus und bietet keine der neuen Features. Das wäre dein Geld nicht wert. Für die Switch 2 aber? Eine absolute Empfehlung.

Über den Autor

Ich bin Chris, ein leidenschaftlicher Blogger, der gerne Geschichten aus Technik, Kultur und Alltag erzählt – immer mit einem Hauch Kreativität und Humor. Als IT-Administrator bringe ich fachliches Know-how ein, während meine Hobbys wie Fotografie, Drohnenfliegen und Naturerkundungen für vielseitige Perspektiven sorgen. Besonders liebe ich es, persönliche Erlebnisse und nostalgische Erinnerungen mit aktuellen Themen zu verbinden. Gemeinsam mit meiner Familie lebe ich in Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern, und teile meine Sicht auf die Welt – mal nachdenklich, mal unterhaltsam, aber immer authentisch.

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